“Beteiligung muss als Haltung verstanden werden”

27 Projekte zeigten bei der Langen Nacht der Partizipation die Vielfalt von Beteiligung.
Dornbirn Wie Beteiligung im Alltag funktionieren kann, wurde bei der 6. Langen Nacht der Partizipation in der Polytechnischen Schule Dornbirn sichtbar. Zahlreiche Interessierte nutzten kürzlich die Gelegenheit, sich über Projekte zu informieren, Erfahrungen auszutauschen und neue Perspektiven auf Mitbestimmung kennenzulernen. Insgesamt 27 Initiativen, Organisationen und Projekte präsentierten dabei ihre Arbeit und machten deutlich, wie vielfältig Partizipation in der Region gelebt wird.

Die Themenpalette war breit gefächert. Vorgestellt wurden unter anderem Projekte zur Verbesserung der Haltestellenqualität, gemeinschaftliche Wohnformen, dialogorientierte Bürgerbeteiligung sowie Kinder- und Jugendforen. Auch Gesundheitsprojekte, Bildungsreisen, Demokratie-Rallyes und kreative Kulturinitiativen fanden ihren Platz. Die Veranstaltung bot den Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, sich über bestehende Angebote zu informieren und auch mit Menschen ins Gespräch zu kommen.

Große Beteiligung
Mitorganisator Elmar Luger, Jugendkoordinator der Stadt Dornbirn, zeigte sich erfreut über die große Resonanz: “Es ist eine besondere Freude, so viele Menschen zusammenzubringen und damit Beteiligung sowie Demokratie weitere Impulse zu verleihen.” Auch Bürgermeister Markus Fäßler betonte die Bedeutung von Bürgerbeteiligung für eine lebendige Demokratie. “Veranstaltungen wie die Lange Nacht der Partizipation stärken dieses Engagement, neue Ideen hervorzubringen und Menschen dazu zu ermutigen, ihre Stadt aktiv mitzugestalten”, so Fäßler.

Für einen besonderen inhaltlichen Schwerpunkt sorgte der Tiroler Beteiligungsexperte Peter Egg. Der Initiator des Formats “Lange Nacht der Partizipation” hielt einen Vortrag, in dem er die Bedeutung gemeinsamer Verantwortung für die Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen hervorhob. “Beteiligung muss als Haltung verstanden werden, die Politik, Verwaltung, Vereine, Organisationen und die Bevölkerung gleichermaßen einschließt”, so Egg. Und: “Nur gemeinsam kann es gelingen, Zukunft aktiv und konstruktiv zu gestalten”, lautete seine Botschaft.

Organisiert wurde die Veranstaltung von der Jugendabteilung der Stadt Dornbirn, der Fachhochschule Vorarlberg, der Polytechnischen Schule Dornbirn, dem Verein jugendornbirn sowie der Internationalen Bodenseekonferenz. Gemeinsam setzten die fünf Partnerinstitutionen ein Zeichen für gelebte Mitbestimmung und gesellschaftlichen Zusammenhalt. cth


