Dornbirn ließ sich selbst hochleben

Zum 125-Jahr-Jubiläum wurde die Innenstadt drei Tage lang zur großen Festbühne.
Dornbirn Drei Tage lang stand Dornbirn ganz im Zeichen seines 125-jährigen Bestehens. Was am Freitag mit sommerlichen Temperaturen, zahlreichen Besuchern und großer Vorfreude begann, entwickelte sich trotz eines heftigen Gewitters am Abend zu einem stimmungsvollen Jubiläumsfest, das den Gemeinschaftssinn der Stadt auf vielfältige Art sichtbar machte.

Die Innenstadt verwandelte sich von Freitag bis Sonntag in eine riesige Festzone. Musik erklang an nahezu jeder Ecke, Vereine präsentierten ihre Arbeit, Gastronomen sorgten für kulinarische Vielfalt, und zahlreiche Mitmachstationen luden zum Entdecken ein.

Bereits am Freitagnachmittag herrschte reges Treiben in den Straßen. Während an manchen Ständen noch letzte Vorbereitungen liefen, nutzten viele Besucher die Gelegenheit zum Flanieren. Ein besonderer Blickfang war das 19 Meter hohe Riesenrad vor dem Rathaus. Das “Dornbirn Eye” bot einen außergewöhnlichen Ausblick auf das Festgelände und entwickelte sich rasch zu einem beliebten Fotomotiv für Jung und Alt.

Buntes Programm für Jung und Alt
Das Programm spiegelte auch die ganze Vielfalt Dornbirns wider. Auf den Bühnen sorgten Musiker, Straßenkünstler und Tanzgruppen für Unterhaltung. So lud u. a. die Tanzschule Hieble zum Mitmachen ein und zeigte, dass Tanz Menschen aller Generationen verbinden kann. Vereine wie “Engel ohne Flügel” oder die ATIB Dornbirn präsentierten ihre Arbeit und boten Einblicke in unterschiedliche Kulturen und Lebenswelten. Türkischer Kaffee, orientalische Spezialitäten und Henna-Tattoos trafen dabei auf Vorarlberger Gastfreundschaft und sorgten für zahlreiche Begegnungen.

Auch Natur und Geschichte fanden ihren Platz beim Jubiläumsfest. Vor dem Kapuzinerkloster präsentierten die Dornbirner Forstleute gemeinsam mit Partnerorganisationen Wissenswertes rund um Wald und Holz. Wettnageln, Baumklettern oder historische Sägewettbewerbe luden zum Mitmachen ein. Auf viel Interesse stieß auch der künstlich angelegte Bach der Wildbach- und Lawinenverbauung. Im Stadtmuseum wiederum erzählte die Ausstellung “125 Erbstücke” anhand persönlicher Erinnerungsstücke die Geschichte Dornbirns aus der Perspektive seiner Bewohnerinnen und Bewohner.

Für einen kurzen Schreckmoment sorgte am Freitagabend ein kräftiges Gewitter. Regen und Windböen zwangen viele Besucher vorübergehend unter Dächer und Zelte. Doch die Unterbrechung dauerte nur kurz. Nachdem sich die Wolken verzogen hatten, füllten sich die Plätze erneut, und das Fest wurde bis spät in die Nacht fortgesetzt. Am Samstag stellte dann weniger der Regen als vielmehr die große Hitze die Besucher vor Herausforderungen. Der guten Stimmung tat dies jedoch keinen Abbruch.

Musik, Tanz, Sport und Kultur, Geschichte und Kulinarik oder Begegnungen zwischen Generationen und Kulturen – das Stadtfest zeigte, was Dornbirn ausmacht: Zum 125-Jahr-Jubiläum präsentierte sich die bevölkerungsreichste Stadt im Ländle als lebendige Gemeinschaft und ließ sich drei Tage lang so richtig hochleben. cth

