Zu Besuch im Bienenreich

Die 2a der VS Leopold erlebte beim Imker Philipp Scheiber einen lehrreichen Vormittag.
Dornbirn Schon beim Betreten des Gartens von Philipp Scheiber summte und brummte es überall. Für die Schülerinnen und Schüler der 2a der Volksschule Leopold wurde der Besuch beim Imker kürzlich zu einem besonderen Erlebnis, das sie so schnell wohl nicht vergessen werden. Der begeisterte Imker, der seit rund 15 Jahren Mitglied des Bienenzuchtvereins Hohenems ist, öffnete den Kindern die Türen zu einer faszinierenden Welt. Sein Bienenstand liegt nur wenige Schritte von der Schule entfernt. Weil seine Schwägerin an der Volksschule unterrichtet, besteht seit Jahren ein enger Kontakt. Immer wieder nutzen Klassen die Gelegenheit, um den “Bienenexperten” zu besuchen und die fleißigen Insekten aus nächster Nähe kennenzulernen.

Werkzeug eines Imkers
Zum Einstieg stellte Scheiber die wichtigsten Arbeitsgeräte eines Imkers vor. Die Kinder erfuhren, wozu ein Smoker dient, weshalb ein Bienenkehrbesen unverzichtbar ist und warum ein Imkeranzug trotz aller Vorsicht Sicherheit gibt. Anschließend wollte der Imker wissen, was seine jungen Gäste bereits über Bienen wissen. Die Antworten überraschten ihn. Vieles hatten die Kinder bereits im Sachunterricht gelernt, und sie stellten zahlreiche Fragen. “Ich bin wirklich beeindruckt, wie wissbegierig, neugierig und interessiert die Kinder sind”, freute sich Scheiber.

Auf der Suche nach der Königin
Gemeinsam wurde anschließend ein Bienenvolk geöffnet. Die Schülerinnen und Schüler konnten verschiedene Waben aus nächster Nähe betrachten und erfuhren, worin sich Futter-, Pollen- und Brutwaben unterscheiden. Auch geschlossene und offene Brut wurde erklärt. Besonders spannend war die Suche nach der Königin. Scheiber zeigte den Kindern eine heuer geschlüpfte Königin mit dem weißen Markierungspunkt. So ließ sich der Unterschied zu den deutlich kleineren Arbeiterinnen gut erkennen. Ganz nebenbei erfuhren die Kinder, dass eine Königin nach 16 Tagen schlüpft, während eine Drohne dafür 24 Tage benötigt.

Frischer Honig und viel Mut
Natürlich durfte auch das Kosten nicht fehlen. “Mmmmmh, lecker”, hörte man immer wieder, als die Kinder den frisch geernteten Honig direkt aus einer Honigwabe probieren durften. Für viele war es das erste Mal, Honig in dieser Form zu kosten. Der süße Genuss sorgte für strahlende Gesichter und für Staunen, wie unterschiedlich der frische Wabenhonig zum Honig aus dem Glas schmeckte.

Den wohl größten Mut bewiesen die Kinder aber zum Schluss. Scheiber fing eine Drohne, die ja keinen Stachel besitzt, und reichte sie vorsichtig im Kreis herum. Wer wollte, durfte das Tier sogar auf die Hand nehmen und ganz behutsam streicheln. Anfangs noch etwas zögerlich, fassten schließlich fast alle Kinder Vertrauen.

Neben vielen spannenden Einblicken nahmen die Schülerinnen und Schüler vor allem auch eines mit nach Hause – das Bewusstsein dafür, wie wichtig Bienen für die Bestäubung von Obst, Gemüse und vielen anderen Pflanzen sind. Für die 2a war der Besuch bei Philipp Scheiber damit ein gelungener und lehrreicher Abschluss des Schuljahres – und ein Vormittag voller Staunen, Entdecken und süßer Erinnerungen. cth








