„Täuschung oder Zahlenchaos?“ – Opposition nimmt Bitschi ins Visier

VN / 21.07.2026 • 17:27 Uhr
„Täuschung oder Zahlenchaos?“ – Opposition nimmt Bitschi ins Visier
Christof Bitschi (FPÖ), Verkehrsreferent der Landesregierung und Aufsichtsratsmitglied des VVV, wird von der SPÖ und den Grünen zur Verantwortung gezogen. VN/Steurer,Hartinger

Nach den jüngsten Berichten zu den VVV-Tarifen stellen SPÖ und Grüne unbequeme Fragen an Christof Bitschi.

Schwarzach „Haben Sie versucht, die Öffentlichkeit zu täuschen, oder finden Sie sich im Zahlenchaos nicht zurecht, Herr Mobilitätslandesrat Bitschi?“ So betitelt die SPÖ ihre aktuelle Landtagsanfrage zum neuen Tarifsystem des Vorarlberger Verkehrsverbundes (VVV). Die Grünen reichten eine Anfrage zum selben Thema ein. Zuvor hatten die Vorarlberger Nachrichten aufgezeigt, dass deutlich mehr Fahrten von Preiserhöhungen betroffen sind als bisher kommuniziert wurde.

Ausgangslage

Eine VN-Recherche kam anhand einer VVV-Grafik zu dem Ergebnis, dass nicht nur 15, sondern 44 Prozent der Einzel- und Tagesfahrtentickets seit der Tarifumstellung im Juni teurer geworden sind. Bei der ursprünglichen Berechnung wurden die Ein-Domino-Fahrten nicht berücksichtigt, die nun zwischen 40 und 90 Cent teurer sind.

Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von Iframely angezeigt.

Ein weiterer Punkt sind die starken Preiserhöhungen. Laut Christof Bitschi (FPÖ), Verkehrsreferent der Landesregierung und Aufsichtsratsmitglied des VVV, belaufen sich diese auf 0,9 Prozent. Die sechs Prozent der Maximotickets, bei denen das 24-Stundenticket nun zwischen 3,50 und 9,40 Euro mehr kostet, wurden hier nicht berücksichtigt. Nun fordern SPÖ und Grüne Aufklärung vom Mobilitätslandesrat.

„Täuschung oder Zahlenchaos?“ – Opposition nimmt Bitschi ins Visier
Im Zuge zweier Landtagsanfragen zum neuen Tarifsystem muss Christof Bitschi sich den Fragen der Opposition stellen.VN/Grundner

Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von Iframely angezeigt.

Fragen an Bitschi

In den Anfragen von SPÖ und Grünen wird unter anderem nach genauen Quellen und einer Klarstellung des Zahlenchaos gefragt. Es soll geklärt werden, warum wesentliche Ticketgruppen wie das Ein-Domino-Ticket bei den Berechnungen nicht berücksichtigt wurden. Außerdem wird gefragt, ob eine Überarbeitung der Tarifreform geplant ist.

„Die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger ärgern sich zu Recht über die höheren Öffi-Preise. Anstatt mit offenbar geschönten Zahlen zu jonglieren, soll Bitschi endlich Verantwortung übernehmen und die Preissteigerungen zurücknehmen“, fordert der Grüne Klubobmann Daniel Zadra.

„Täuschung oder Zahlenchaos?“ – Opposition nimmt Bitschi ins Visier
Zadra fungierte in der Vergangenheit selbst als Aufsichtsratsvorsitzender des VVV.vmh

Auch SPÖ-Klubobmann Mario Leiter betont die Verantwortung des Landesstatthalters in dieser Thematik. Denn eine Tarifreform müsse im Aufsichtsrat einstimmig beschlossen werden, sodass er als Aufsichtsratsmitglied eine entscheidende Rolle dabei gespielt habe.

„Täuschung oder Zahlenchaos?“ – Opposition nimmt Bitschi ins Visier
Mario Leiter hinterfragt die Gründe für die fehlerhaften Zahlen, von denen Christof Bitschi sprach.vmh

Landtagsanfragen sind ein wichtiges Kontrollinstrument der Opposition. Christof Bitschi hat nun drei Wochen Zeit, diese zu beantworten.

Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von Iframely angezeigt.

Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von Iframely angezeigt.