Seven Summits unterstützt Hilfsprojekt für Nepal

VN / 16.09.2026 • 11:51 Uhr
Selbst während unseres Gesprächs konnten sich Eric und Alwin Leitner nicht verkneifen, immer wieder auf dem Handy die neuesten Nachrichten aus Nepal zu lesen. PETER STRAUSS
Selbst während des Gesprächs mit den VN konnten sich Eric und Alwin Leitner nicht verkneifen, immer wieder auf dem Handy die neuesten Nachrichten aus Nepal zu lesen. Peter Strauss

Nepal benötigt Hilfe jetzt dringender denn je, Macher des Benefiz-Berglaufs sind dabei.

Schröcken Kaiserwetter und Rekordbeteiligung, Hunderte Aktive und Fans im Start- und Zielgelände auf dem Kirchenbühel – Volksfeststimmung bei der größten Ausdauersportveranstaltung des Landes, den 18. Seven Summits. Und doch war die Freude bei den Initiatoren des Mega-Events verständlicherweise gedämpft. Zu dramatisch waren die Meldungen, die immer noch aus Nepal kommen, jenem Land, in das seit der ersten Veranstaltung die Spendengelder fließen.

Benefizgedanke im Vordergrund

“Dieser einzigartige Erlebnistour erfreut sich bei Ausdauersportlerinnen und -sportlern von Jahr zu Jahr größerer Beliebtheit – für uns steht daneben natürlich der Benefizgedanke im Vordergrund, dank vieler Sponsoren und Gönner und Dutzender freiwilliger Helfer können wir seitens unserer Hilfsorganisation jedes Jahr eine ansehnliche Spende zur Verfügung stellen. Für ein ganz konkretes Projekt – etwa die Finanzierung des Schulbesuchs für Hunderte Kinder in Nepal oder für die Aufforstung in einem Gebiet, wo ein Wald besonders sinnvoll ist”, betont Organisator Eric Leitner, Länderrepräsentant von Rokpa Österreich.

Konkrete Projekte fördern

Rokpa ist international tätig und unterstützt in erster Linie Projekte in Nepal. Gegründet wurde die Hilfsorganisation von der Schweizerin Lea Wyler und ihrem Vater Veit vor mehr als 40 Jahren. Österreichs Repräsentant Eric Leitner legt Wert darauf, dass die bei den Seven Summits lukrierten Spendengelder in konkrete Projekte fließen. Dafür garantieren seine vielen persönlichen Kontakte, die er in Nepal aufbauen konnte. Dafür garantiert aber auch sein Mitstreiter Alwin Leitner, der Nepal seit mehr als 40 Jahren kennt und seither schon mehr als 70 Reisen in dieses Land im Himalaya unternommen hat. Und deshalb weiß er aus eigener Erfahrung, wie arm dieses Land ist – und dass solche Katastrophen die Armut noch verstärken.

Trekkingtour abgesagt

Auch dieser Tage wäre er wieder mit einer Trekkingtour dort unterwegs, “die Reise habe ich aber abgesagt, die Leute dort haben anderes zu tun, als sich um Touristen aus Europa zu kümmern”, meint der Nepal-Kenner, der bei den vielen Reisen in den Himalaya auch viele Kontakte knüpfte.

Nur wenige Glücksmomente

Mit diesen Freunden steht er seit der Flutkatastrophe in ständigem Kontakt und schaut deswegen immer wieder auf sein Handy. Könnte ja sein, dass er wieder einen Glücksmoment erlebt – eine Erfolgsmeldung über eine Rettung. “Aber solche Nachrichten sind seltene Ausnahmen – meist wird in den Meldungen aus erster Hand die Zahl der Todesopfer ständig nach oben korrigiert. Dabei sind die Opferzahlen aus China noch gar nicht dabei, von dort wird man diese – wenn überhaupt – nur mit Verzögerung erfahren.”

Und zu den Spenden bei der Schröckener Benefizveranstaltung unterstreicht er, was Rokpa-Vertreter Eric Leitner betont: “Seven Summits kann natürlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein, aber über die lukrierten Spendengelder wollen wir auch die Aufmerksamkeit und Spendenbereitschaft für die Betroffenen im Himalaya wecken.” STP