Hundehotel für bis zu 40 Hunde geplant: Jetzt fehlt das passende Grundstück

VN / 25.09.2026 • 14:38 Uhr
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Harald Czerniak hat bereits konkrete Pläne für das Hundehotel. Nur das passende Grundstück fehlt noch. VN/JUN

Die Pläne für sein Hundehotel stehen, Anfragen gibt es bereits. Doch bei der Suche nach einem geeigneten Standort stößt Harald Czerniak auf einige Hürden.

Schlins Harald Czerniak sucht ein passendes Grundstück für sein geplantes Hundehotel, in dem die Hunde auch über Nacht bleiben können. Bisher bietet er nur eine Tagesbetreuung für Hunde bei sich zu Hause an. Die Standortsuche gestaltet sich allerdings schwierig. Das Grundstück muss in einem Betriebsgebiet oder einem Sondermischgebiet mit entsprechender Widmung liegen, ähnlich wie bei Pferdehöfen. Er stehe im Austausch mit der Bezirkshauptmannschaft, „doch die wissen selbst nicht, ob es Betriebsgebiet eins oder zwei ist“. Da im Hundehotel auch nachts jemand vor Ort ist, benötigt Czerniak zudem eine Betreiberwohnung. Ein Grundstück zwischen Bludesch und Götzis fände er ideal.

Hundehotel für bis zu 40 Hunde geplant: Jetzt fehlt das passende Grundstück
So soll das geplante Hundehotel samt Betreiberwohnung und Auslaufwiesen aussehen. Czerniak

Vor allem Urlauber nutzen die Tagespension für ihre Vierbeiner, etwa wenn sie einen Klettersteig begehen wollen, auf den sie ihren Hund nicht mitnehmen können. Czerniak holt die Hunde ab und bringt sie anschließend wieder zu ihren Besitzern. Er habe einige Kunden, die seine Dienste regelmäßig in Anspruch nähmen. Da er zu Hause jedoch nicht viel Platz habe, könne er maximal zwei Hunde gleichzeitig betreuen. Anfragen für eine Einzelbetreuung lägen bereits vor.

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Harald Czerniak hat selbst drei Hunde. Czerniak

Im Hundehotel hat jeder Hund sein eigenes Zimmer mit einer kleinen Wiese für die Notdurft. Die Auslaufwiesen sind durch Gitter voneinander getrennt, sodass die Hunde keinen direkten Körperkontakt mit Artgenossen haben. Es gibt Einzel-, Doppel- und Familienzimmer. Maximal drei Hunde dürfen sich ein Zimmer teilen und auch nur, wenn sie aus demselben Haushalt stammen. Hunde aus unterschiedlichen Haushalten werden niemals zusammengeführt. Das diene vor allem der Sicherheit der Tiere, da sich nicht alle miteinander vertragen würden. Manche seien ängstlich, weil sie bereits einmal gebissen worden seien, andere seien weniger sozialverträglich. Solche Konflikte wolle er durch die Trennung vermeiden.

„Ruhe, Sicherheit und Struktur sind wichtig“

Jedem Hund stehen 15 Quadratmeter zur Verfügung, unabhängig von seiner Größe. Im Zimmer befinden sich ein Hundebett sowie Wasser und Futter. Fütterung und Medikamentengabe erfolgen nach Haltervorgabe. Die Hunde werden mindestens viermal täglich bewegt. Größere, vorab definierte Runden können zusätzlich gebucht werden. Czerniak geht mit jedem Hund einzeln Gassi. „Ruhe, Sicherheit und Struktur sind wichtig.“ Beim Spaziergang bekommen die Hunde deshalb auch keinen Freilauf, sondern bleiben angeleint. „Eine Einzelbetreuung gibt es in Vorarlberg derzeit nicht“, sagt er und bezeichnet dies als „Alleinstellungsmerkmal“. Die bestehenden Hundepensionen sehe er nicht als Konkurrenz. Im Gegenteil: Man helfe sich gegenseitig aus.

Hundehotel für bis zu 40 Hunde geplant: Jetzt fehlt das passende Grundstück
Bis zu 40 Hunde sollen im neuen Hundehotel betreut werden. Czerniak

Das Grundstück für sein Hundehotel soll zwischen 5000 und 8500 Quadratmeter groß sein. Geplant sind 14 Mitarbeiter, die bis zu 40 Hunde betreuen. Der Schlinser ist gelernter Elektroinstallateur, absolvierte in der Schweiz jedoch eine Ausbildung zum Hundetrainer. „Ich habe nie aufgehört zu lernen“, sagt er. Nebenbei arbeitet er bei der Tierrettung und der Hunderettung und hat drei eigene Hunde.

Kooperationen denkbar

Er könne sich auch eine Kooperation mit einem Lehrlingsbetrieb beziehungsweise einer Berufsschule vorstellen, die den Hoch- und Tiefbau oder den Gartenbau übernimmt. Auch ein Integrationsprogramm gemeinsam mit dem AMS, Jupident, Integra oder der Caritas wäre für ihn denkbar.

Hundehotel für bis zu 40 Hunde geplant: Jetzt fehlt das passende Grundstück
Viermal am Tag werden die Hunde bewegt. Größere Spaziergänge können dazugebucht werden. Czerniak

Am liebsten wäre ihm, das Grundstück kaufen zu können, denn das Hundehotel soll langfristig betrieben werden. „Ein eigenes Waldstück wäre cool“, fügt er an. Er sucht noch einen Investor, Gesellschafter oder Partner, der sich finanziell am Projekt beteiligen möchte. „An Crowdfunding werden wir nicht drum herumkommen“, meint er.