Firstfeier im Lauteracher Klosterquartier

Bis in einem Jahr sollen 32 Wohnungen und eine Geschäftseinheit bezogen werden
Lauterach In den Jahren vor Corona wuchs Lauterach durch einen regelrechten Wohnbauboom weit schneller als vergleichbare Gemeinden im Land – „dann war weitgehend Flaute“, fasst Bürgermeister Elmar Rhomberg die jüngste Entwicklung in der Hofsteiggemeinde zusammen. Umso größer ist die Freude über das Projekt Klosterquartier, zumal hier neben 32 Wohnungen in zwei Objekten auch eine Geschäftseinheit vorgesehen ist. „Am liebsten eine Arztpraxis, damit in Verbindung mit dieser Anlage auch die medizinische Infrastruktur der Gemeinde gestärkt wird“, so der Gemeindechef.
Auf das Miteinander bedacht
Bei der Firstfeier für das erste Gebäude konnte Alexander Stuchly, der gemeinsam mit Gerhard Ludescher das Vorhaben umsetzt, dazu Positives berichten: „Wir sind diesbezüglich in guten Gesprächen, und zuversichtlich, bis zum Bezug der Anlage im Sommer 2027 alles in trockenen Tüchern zu haben.“ Sehr zur Freude von Petra Dressel, Gemeinderätin für Wohnen, die bei der Firstfeier den Gemeindechef vertrat. Wie schon im Vorfeld und beim Spatenstich waren auch die Nachbarn eingeladen, denn „es ist mir ein großes Anliegen, von allem Anfang an alles zu unternehmen, dass sich zwischen den alten und neuen Bewohnern ein gedeihliches Miteinander entwickelt.“

„Endlose“ Vorlaufzeit
Auch weil es gelungen sei, dieses gute Einvernehmen herzustellen, sei ihm ein Stein vom Herzen gefallen, als vor genau einem Jahr mit dem Bau begonnen werden konnte. Die Baubranche sieht er noch lange nicht über dem Berg und verweist unter anderem auf Insolvenzen, die sich in jüngster Zeit häufen.

Den Grund sieht er auch in den langen Vorlaufzeiten. Wenn ein Bauträger ein Grundstück erwirbt und es viele Jahre dauert, bis er bauen kann, „dann wird die Zinsbelastung für das Grundstück, das lange ungenützt bleibt, zu einem Problem“, gibt er zu bedenken.

Eine „g’freute Sache“
Wenn dann alles auf Schiene ist, Planungen und Behördenverfahren abgeschlossen sind, wartet eine neue Hürde: „Es gibt zwar angesichts herrschender Wohnungsnachfrage großes Interesse, wenn es dann aber um die Finanzierung geht, müssen viele passen – und es wäre für einen Bauträger fahrlässig, wenn er bei Baubeginn nicht einen gewissen Teil der Wohnungen verkauft hat.“ Deshalb sei dieses Projekt für ihn eine „g’freute Sache“, denn zum Zeitpunkt der Firstfeier seien überdurchschnittlich viele Wohnungen an den Mann oder die Frau gebracht.

Es sei deshalb, so schwärmt er beim Lokalaugenschein, sein „bisher bestes Projekt“ und führt das auf ein Zusammenspiel günstiger Faktoren zurück. Auf seinen Partner Gerhard Ludescher, der 2020 auf ihn zugekommen ist, um das Vorhaben gemeinsam zu realisieren. „Die ideale Lage, zentrumsnah und deshalb vieles fußläufig erreichbar, unweit der L 190 und trotzdem an einer ruhigen Nebenstraße“, seien Pluspunkte zu denen auch ein attraktives Preis-Leistungsverhältnis hinzukomme. „Wir haben die Aufträge in einer Phase vergeben können, in der die Handwerker Kapazitäten frei hatten und günstig offerierten. Und nicht zuletzt haben wir ein breites Angebot, Wohnungen von 48 bis 130 Quadratmeter“, fasst Stuchly zusammen.

Weitere Vorhaben im Fokus
Bezugsfertig sollen die Wohnungen – in beiden Objekten – im Sommer 2027 sein, dann wird sich das Augenmerk auf Projekte richten, die schon in der Pipeline sind: „Je zwei Projekte in Lustenau und Hard, je eines in Hörbranz, Dornbirn, Altach und Röthis – wo wir zuerst bauen, hängt davon ab, wie wir mit den Baugenehmigungen vorankommen – und auch davon, wie der Verkauf läuft.“ STP
