Mit Ausdauer dabei

Erfolg bringt ein Training aber nur, wenn im richtigen Pulsbereich trainiert wird.
feldkirch Es ging nicht ums Abnehmen und nicht um sportliche Höchstleistungen. Es ging einfach darum, seinem Leben in Sachen Ernährung und Bewegung eine neue Richtung zu geben. Sechs Frauen und ein Mann stellten sich im Rahmen der VN-Aktion „Fit in den Frühling“ dieser Aufgabe. Begleitet wurden sie dabei vom Laufexperten Günter Ernst sowie dem Ernährungswissenschaftler Daniel Keckeis. Alle haben sie durchgehalten und das Beste für sich mitgenommen. Karin Herzog beispielsweise ist jetzt wesentlich aktiver. „Früher war ich ein echter Couch-Potato“, räumt sie freimütig ein. Um wieder in die Gänge zu kommen, bewarb sie sich um einen der ausgeschriebenen begehrten Plätze. Inzwischen schmiedet Karin Herzog schon größere Pläne. „Vielleicht laufe ich beim 3-Länder-Marathon die Viertelmarathon-Distanz“, erzählt sie. Das Lauffieber hat sie jedenfalls gepackt.
Der richtige Bereich
Ausdauer ist ein wesentlicher Punkt, um fit und agil zu bleiben oder nachhaltig Gewicht zu verlieren. „Erfolg bringt Ausdauertraining aber nur, wenn im richtigen Bereich trainiert wird“, betont Günter Ernst. Zu intensive Belastung schadet vor allem der Motivation. Deshalb ist es zielführend, den individuellen Trainingsbereich sowie optimalen Pulswert durch eine Leistungsdiagnostik zu ermitteln. „Es ist aber nicht notwendig, ständig zu kontrollieren“, beruhigt der Experte. Hin und wieder ein Blick auf die Pulsuhr verschafft jedoch ein Gefühl für das richtige Maß an Bewegung. Neueinsteiger brauchen etwas Geduld. „Die Wirkung setzt nach zwei bis drei Wochen ein. Dann steigen auch Motivation und der Spaß daran“, verspricht Ernst. Ziele können helfen, gut über die schwierigeren Zeiten zu kommen.
Ein abwechslungsreiches Training garantieren Hausberge, wie Pfänder, Karren oder Muttersberg. „Zügiges Gehen ist speziell für die Kraftausdauer ideal“, erklärt Günter Ernst. Für die Teilnehmer der VN-Aktion ging es zum Abschluss flotten Schrittes auf den Dornbirner Karren. Ganz zu Ende ist für sie das Abenteuer Veränderung jedoch noch nicht. Mitte Mai werden sie sich einem Abschlusstest stellen. Wer dabei am besten aussteigt, erhält einen Startplatz beim 3-Länder-Marathon. Langfristiges Ziel ist es laut Günter Ernst, dass alle bei dieser Großveranstaltung im Herbst dabei sind. Karin Herzog will fleißig auf die Abschlussmessung hinarbeiten. „Ich möchte fit sein, wenn ich zum Test antrete“, sagt sie. Wie ernst es den Teilnehmern ist, zeigt sich daran, dass zwei Frauen bei „Bludenz läuft“ angetreten sind und andere schon für den 10. Frauenlauf am 25. Mai 2019 in Bregenz planen. Günter Ernst und Daniel Keckeis sind stolz auf ihre Gruppe, die sie sechs Wochen lang begleitet haben.
„Ein Blick auf die Pulsuhr verschafft ein Gefühl für das richtige Maß an Bewegung .“

Gemeinsam mit Daniel Keckeis (l.) eroberte die ambitionierte Gruppe den Dornbirner Karren. VN/Stiplovsek
