Das Land investierte 32 Millionen Euro in Familienleistungen

Vorarlberg / 14.05.2019 • 19:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Das Land lässt sich Familien, vor allem die Kinder, viel Geld kosten. BERCHTOL

Am kommenden Samstag, 18. Mai 2019, ist Familientag im Landhaus.

bregenz Die Familien sind dem Land einiges wert. Rund 32 Millionen Euro flossen in den vergangenen fünf Jahren in verschiedenste Leistungen. Allein an Zuschüssen wurden 17,85 Millionen Euro ausbezahlt, das ist mehr als die Hälfte der gesamten Summe. Den Familienpass, den fast 34.000 Familien nutzen, ließ sich das Land 1,38 Millionen Euro kosten. Dazu kamen 812.000 Euro für „Kinder lieben Lesen“ sowie 578.000 Euro für das Programm familieplus, das laut Landeshauptmann Markus Wallner ebenso weiter ausgerollt werden soll wie die Initiative Vorarlberg lässt kein Kind zurück. „Wir legen Wert darauf, dass Familien über die angebotenen Leistungen auch Bescheid wissen“, betonte Wallner.

Unterhaltung und Information

Deshalb war die Informationsoffensive im Pressefoyer nicht nur dem Tag der Familie, der heute begangen wird, geschuldet, sondern auch dem Familientag, der erstmals am kommenden Samstag, 18. Mai 2019, im Landhaus über die Bühne geht. Neben einem bunten Rahmenprogramm für Klein und Groß wird es eine geballte Ladung an Informationen zu Familienthemen geben. „Alle Regierungsmitglieder sind persönlich anwesend und stehen für Gespräche zur Verfügung“, kündigte Wallner an. Die Unterhaltungsmeile zieht sich vom Keller des Gebäudes bis hinauf in sein Büro. Von 10 bis 14 Uhr haben die Besucher die Möglichkeit, mehr über die Familienleistungen und Familiengebote zu erfahren, auch aus dem Mund des Landeshauptmanns. „Je kinder-, jugend- und familienfreundlicher eine Region ist, umso höher ihre Lebens-und Standortqualität“, erklärte Wallner.

Was diese betrifft, sieht er genauso die Wirtschaft in der Pflicht. Unternehmen hätten auf die Bedürfnisse von Familien zu reagieren und familienfreundliche Angebote auszubauen, meinte er und machte auf die aktuelle Ausschreibung für die Aktion „Ausgezeichneter familienfreundlicher Betrieb“ aufmerksam. Zuletzt sind 103 Betriebe mit 21.000 Mitarbeitern in diesem Sinne zertifiziert worden. Immerhin hat sich Vorarlberg das Vorhaben, chancenreichste Region für Kinder und Jugendliche zu werden, auf die Fahnen geheftet. „Außerdem ist Familienfreundlichkeit ein bedeutender Faktor beim Wettbewerb um die besten Köpfe“, gab der Landeshauptmann zu bedenken.

Ausgewogene Mischung

Erfolgreich ist Vorarlberg beim Familienzuschuss unterwegs. Mit seiner Einführung vor über 30 Jahren war das Land sogar Vorreiter. Bei der Höhe der finanziellen Zuwendung liegt Vorarlberg bundesweit immer noch an der Spitze. Der Familienzuschuss wird im Anschluss an das Kinderbetreuungsgeld für maximal 18 Monate gewährt. Je nach Höhe des Nettoeinkommens und der Anzahl der Familienmitglieder liegt er zwischen 47,60 und 502,50 Euro monatlich. Rund 44 Prozent der Bezieher erhalten über 450 Euro. Markus Wallner sprach von der Notwendigkeit einer ausgewogenen Mischung aus Geld- und Sachleistungen sowie Kinderbetreuungsangeboten. Nur auf diese Weise sei eine echte Wahlfreiheit gegeben. „An diesem Ziel arbeiten wir“, ließ Markus Wallner wissen.

Am Familientag werden die Kontrollen am Eingang zum Landhaus-Foyer übrigens außer Kraft gesetzt. Der Zugang soll für einmal ungehindert möglich sein.