Zeichen der Besserung für Weilers Finanzlage

Vorarlberg / 12.06.2019 • 14:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Abschluss liegt unter Voranschlag, dennoch sind die Schulden leicht angestiegen. VN/WITWER

Gemeinde konnte das Haushaltsjahr 2018 positiv abschließen.

Weiler In der vergangenen Gemeindevertretersitzung konnte die Gemeinde Weiler den Rechnungsabschluss mit einer Gesamtsumme von 5,96 Millionen Euro beschließen. Damit liegt die Haushaltsrechnung um rund 280.000 Euro unter dem budgetierten Voranschlag bzw. um rund 145.000 Euro unter dem Abschluss des Vorjahres.

Auf das Nötigste beschränkt

Nachdem in Weiler in den vergangenen Jahren stets vorsichtig prognostiziert werden musste, konnte die finanzielle Situation in der Vorderlandgemeinde 2018 etwas entspannter betrachtet werden. Wie schon im Voranschlag geplant, wurde ein großer Teil in den Straßen- und Wasserbau investiert. Weitere Abrechnungen für das Entwässerungsprojekt Halde sowie die Radroute machten hier den größten Anteil aus. In Summe ergaben sich in diesem Bereich Ausgaben in der Höhe von rund 450.000 Euro. Daneben hat sich die Gemeinde auf das Nötigste beschränkt und nur kleinere Gerätschaften für den Bauhof, den Kindergarten und die Verwaltung angeschafft.

Mehreinnahmen und Einsparungen

Begünstigt wurde die Situation auch durch nur geringfügig steigende Kosten für den Gesundheits- und gesunkene Kosten für den Sozialfonds. Dazu profitierte die Gemeinde mit einer einmaligen Abgeltung von der Auflösung des Landeswohnbaufonds. Des Weiteren konnten die Schulerhaltungsbeiträge durch das Auslaufen der alten Investitionen mehr als halbiert werden. Dazu hat die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung zu Mehreinnahmen bei Ertragsanteilen und Bedarfszuweisungsmitteln von über 150.000 Euro im Vergleich zum Vorjahr geführt, und auch die eigenen Gemeindeabgaben sind nahezu unverändert geblieben.

Geringfügige Schuldenerhöhung

In Summe konnten so im Jahr 2018 die Ausgaben mit 4,3 Millionen Euro sogar geringfügig unter den veranschlagten 4,4 Millionen Euro gehalten werden, und es ergab sich ein Überschuss in der laufenden Gebarung von 436.950 Euro. Dies hat in weiterer Folge im Finanzierungshaushalt dazu geführt, dass die vorgenommene Darlehensaufnahme von 460.000 Euro der Haushaltsrücklage zugeführt werden konnte. Dazu wurden noch für Tilgungen der Darlehen 371.369 Euro sowie Zuschüsse für Tilgungen an die ARA, die Gruppenwasserversorgung und die GIG von rund 140.000 Euro aufgewendet.

Aufgrund dieser Zahlen ergibt sich eine geringfügige Erhöhung der Verschuldung der Gemeinde Weiler von ursprünglich rund 3,86 Millionen Euro auf knapp 3,95 Millionen Euro – die buchmäßigen Rücklagen sind auf ca. 986.600 Euro gestiegen. „Die finanzielle Lage der Gemeinde kann somit insgesamt zwar als etwas besser, aber noch nicht als entspannt beurteilt werden“, kommentiert Bürgermeister Dietmar Summer den Rechnungsabschluss 2018. MIMA