Großer Empfang für Dornbirns Älpler und ihr Vieh

Vorarlberg / 26.09.2019 • 09:45 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Kleine und große Gäste warteten auf die Älpler.

Der Alpabtrieb lockte wieder zahlreiche Schaulustige ins Gütle.

dornbirn Festlich geschmückt waren nicht nur die Tiere, die vergangenen Samstag von den Almen zurückkehrten, auch so mancher Besucher hatte sich stilgerecht in Schale geworfen. Der kleine Jonathan, der seit Jahren Stammgast beim Alpabtrieb ist, wurde dafür mit einem feschen Hut ausgestattet, den seine Mama passend mit Blumenschmuck verziert hatte. „Ich wollte mich extra schön für dieses Fest machen, weil ich es immer so toll finde – vor allem die vielen Tiere“, erklärte der junge Mann euphorisch. Irgendwann möchte auch er einmal einen Sommer auf der Alm verbringen, noch ist er aber etwas „zu klein dafür“, wie er bedauert.

Wichtige Tradition

Die Alpabtriebe sind derzeit in vollem Gange. Insgesamt kehren heuer 2500 Tiere mit ihren Älplerinnen und Älplern an vier Terminen großteils über die Ebniter- bzw. Gütlestraße zurück. Die Alpen Valors und Gschwendt sind bereits in Dornbirn angekommen.

Großer Empfang für Dornbirns Älpler mit Vieh.
Großer Empfang für Dornbirns Älpler mit Vieh.

Letzten Samstag folgten dann die Alpen Unterfluh, Altenhof sowie Gunzmoos-Obermörzel. Mit einem großen Fest, musikalisch begleitet von der Hatler Bauernkapelle, hieß man die Tiere und Älpler beim Parkplatz an der Enz gebührend willkommen.

Rund 2100 Rinder, 300 Milchkühe und 100 Pferde verbrachten dieses Jahr auf den rund 40 Dornbirner Alpen den Sommer. Die heimischen Landwirte nutzen dabei die Futtervorräte in den Dornbirner Bergen und tragen wesentlich zum Erhalt der Naherholungsgebiete bei. Der überwiegende Teil der Berggebiete wäre ohne diese Bewirtschaftung bis auf ca. 1500 Meter durchgehend bewaldet. Das Weidevieh hält die Alpflächen waldfrei und fördert damit Pflanzen, die ansonsten nur auf Sonder­standorten wie Felsköpfen, flachgründigen Humusauflagen oder in Lawinenstrichen vorkommen. „Die Bewirtschaftung der Dornbirner Alpen hat eine lange Tradition und ist für den Erhalt unserer Kulturlandschaft wichtig. Ich freue mich, die Älplerinnen und Älpler wieder wohlbehalten im Tal begrüßen zu dürfen“, erklärte Bürgermeisterin Andrea Kaufmann. Dem konnte sich auch der kleine Jonathan nur anschließen und fiebert bereits seinem ersten Alpsommer entgegen.
Der nächste Alpabtrieb erfolgt am kommenden Samstag. Am 28. September bewirtet dann der Feuerwehrzug aus Kehlegg den Alpabtrieb. cth