Dornbirner Bergrettung hat jetzt mehr Platz

Vorarlberg / 02.10.2019 • 17:08 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Schlüsselübergabe durch Bürgermeisterin Andrea Kaufmann an Marcel Senn. RHA

Anbau des Rettungsheims mit großem Fest eingeweiht.

dornbirn Feststimmung bei der Dornbirner Rettungszentrale in der Höchsterstraße: Gemeinsam mit der Bevölkerung feierte die Bergrettung die Fertigstellung des rund 800.000 Euro teuren Zubaus. Besonders erfreulich für das Team: Die Raumnot hat ein Ende, es gibt mehr Platz für die interne Vereinsarbeit samt Schulungen, die Ausrüstung und nicht zuletzt für den Fahrzeugpark.
Dass die Bergrettung den besten Ruf genießt, zeigte der große Aufmarsch von Ehrengästen. Neben Bürgermeisterin Andrea Kaufmann, begleitet von Mitgliedern der Stadtregierung und Bezirkshauptmann Helgar Wurzer, war auch Lustenaus Bürgermeister Kurt Fischer zum Festakt erschienen. Seine Gemeinde zählt ebenfalls zum Einsatzgebiet der Dornbirner Bergretterinnen und Bergretter, obwohl Lustenau nicht gerade mit Bergen gesegnet ist. Dass die Stadt für den Zubau viel Geld in die Hand genommen hat, ist für die Stadtchefin auch aus organisatorischen Gründen wichtig: „Wir haben uns schließlich entschieden, an diesem Standort zu investieren.“ Bei schwierigen Einsätzen ist es unbedingt erforderlich, dass auch die beiden anderen Blaulichtorganisationen im Haus, die Rettungsabteilung und die Wasserrettung, unter einem Dach Einsätze koordinieren.

Zu Gast bei der Eröffnungsfeier waren Hubschrauber der Polizei und des ÖAMTC.
Zu Gast bei der Eröffnungsfeier waren Hubschrauber der Polizei und des ÖAMTC.

Dass der Chef der Dornbirner Bergrettung die Gäste auf Schwizerdütsch begrüßte, ist man in Dornbirn nicht unbedingt gewohnt, es hat aber seinen Grund: Marcel Senn ist Schweizer, aber seit Jahren auch privat eng mit Dornbirn verbunden. Für die Mannschaft der richtige Mann, denn als engagierter Dienststellenleiter schaukelt er seit zwei Jahren den Betrieb, und das zur Zufriedenheit aller. Wie Senn betonte, sind die Anforderungen an die Retter in den letzten Jahren vor allem durch die vielseitige Nutzung des riesigen Dornbirner Erholungsgebiets größer geworden. Immer wieder muss die Mannschaft ausrücken, um in Not geratene Canyoning-Sportler oder auch Mountainbiker zu bergen. „Mit der neuen Zentrale sind wir für alle Einsätze bestens gerüstet“, so Senn. Dass er selbst und mehrere seiner engsten Mitarbeiter beim Bau Hand anlegten und unzählige Stunden ihrer Freizeit investierten, beweist den Teamgeist der Gruppe. Das weiß auch die im selben Haus untergebrachte Rettungsabteilung, die es sich nicht nehmen ließ, den Bergrettern mit einem Geschenk zu gratulieren.

Sehr eng arbeitet die Bergrettung mit der Flugrettung und der Polizei zusammen. Kein Wunder, dass sowohl der Polizeihubschrauber als auch der Heli des ÖAMTC einschwebten und den Besuchern ihre Fluggeräte vorstellten. Nach der Segnung der Fahrzeuge und des neuen Zubaus durch Pfarrer Christian Stranz luden die Bergretter zur Besichtigung der neuen Räumlichkeiten ein. RHA