Ein Baum für jedes Neugeborene in Lauterach

Vorarlberg / 18.12.2019 • 15:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Für jedes Neugeborene wird in Lauterach ein Baum gepflanzt, der den Besitzer daran erinnert, wie wichtig Klimaschutz ist.

Nachhaltiges Symbol für Klimaschutz, erste 17 Bäume gepflanzt.

Lauterach Mit den Partnern von plan b (Wolfurt, Bregenz, Hard, Kennelbach und Schwarzach) hat die Gemeinde Lauterach die Klimawandel-Anpassungsregion (KLAR!) entwickelt und jetzt eine erste interessante Maßnahme umgesetzt: Am Radweg zum Altstoffsammelzentrum wurden 17 Linden gepflanzt. Es soll ein Langzeitprojekt werden, so Bürgermeister Elmar Rhomberg beim gemütlichen Beisammensein nach der Aktion, die darauf basiert, dass in Lauterach künftig für jedes Neugeborene ein Baum gepflanzt wird. Die Gemeinde übernimmt auch für die ersten 30 Jahre die Pflege und Betreuung der Bäume.
„Wir haben bei dieser Startaktion die in den Monaten September und Oktober zusammengefasst – 17 Mädchen und Buben wurden in diesem Zeitraum geboren, und erfreulicherweise ist mehr als die Hälfte davon mit ihren Eltern auch zu der Pflanzaktion gekommen“, freute sich der Gemeindechef, der selbst Hand bzw. Schaufel – anlegte, um die 17 Linden als Allee des Radwegs zu pflanzen. Man werde in den kommenden Jahren jeweils einige Monate zusammenfassen und in gemeinsamen Aktionen zum Pflanzen ausrücken – in der wärmeren Jahreszeit werde es sicher gemütlicher sein als im Advent.

Klimabotschafter

Die Bäume für die jüngsten Lauteracherinnen und Lauteracher sollen Symbol und Klimabotschafter sein, betont Rhomberg. „Bäume spielen im Klimaschutz eine zentrale Rolle – sei es beim Mikroklima, beim Wasser- oder CO2-Haushalt.“ In der Planung der Aktion wurden die Möglichkeiten ausgelotet, wobei sich herausstellte, „dass die Gemeinde auf Jahre hinaus über ein großes Reservoir verfügt. Wir haben darauf geachtet, dass wir Gemeindegrund – vorzugsweise an Radwegen – zur Verfügung stellen. Wir haben Platz für mehr als 350 Bäume, das reicht für die nächsten drei, vier Jahre – und dann werden wir sicher eine Lösung für die Fortsetzung der Aktion finden.“ Mit dem Pflanzen der Bäume will man es aber nicht bewenden lassen, die Bäume sollen ihre Besitzer ständig an ihre Verpflichtung gegenüber der Umwelt erinnern. „Ich kann mir vorstellen“, so Rhomberg, „dass die Bäume später auch in den Unterricht einfließen – und wiederum ein paar Jährchen später kann man sich im Schatten der Bäume zur Jungbürgerfeier treffen und in weiterer Folge auch Jahrgängertreffen organisieren“, meint der Gemeindechef schmunzelnd. STP