Lydia Neusser: Mit Kreativität zum Umweltbewusstsein

Vorarlberg / 27.12.2019 • 10:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Lydia Neusser ist der Klimaschutz ein großes Anliegen. Cro

Lydia Neusser veröffentlicht zwei neue Mylani Bastelboxen zu Umweltthemen.

Schwarzach Es war am Ende eines Workshops, als ein elfjähriger Bub auf sie zukam, ihr die Hand reichte und sagte: „So etwas Kreatives habe ich noch nie gesehen.“ Lydia Neusser erinnert sich noch genau an diesen Moment. Nicht nur, weil die Worte des Jungen ein dickes Kompliment für die Jungunternehmerin waren, sondern vor allem deshalb, weil es wohl keine schönere Bestätigung dafür gibt, dass der eingeschlagene Weg auch tatsächlich der richtige ist. „In diesem Projekt steckt ganz viel Arbeit und Herzblut“, verrät die 31-jährige Schwarzacherin und wünscht sich, dass in 20 Jahren die Kinder von heute Mylani als eines ihrer Lieblingsbücher aus Kindertagen aufzählen. So wie es bei Neusser „Pippi Langstrumpf“ von Astrid Lindgren oder „Der kleine Eisbär“ von Autor und Illustrator Hans de Beer ist.

Tatsächlich hat Mylani das Zeug zum Klassiker. Denn jede Bastelbox beinhaltet eine Geschichte und zum fantasievollen Gestalten unterschiedliches Papier, Stanzteile, Schablonen und Klebepunkte. „Earthlovers“ heißt die erste Bastelbox, die vor einem Jahr auf den Markt kam. In der Geschichte träumt Lani, dass die Erde sein höchstpersönlicher Reiseführer wird. Und tatsächlich besuchen sie gemeinsam den Amazonas Regenwald, die Arktis, ein Korallenriff. Außerdem treffen sie die Nacht, die Luft, das Nashorn und die Bienen. Auf ihrer Reise erfahren die beiden – Lani und die Erde – Wissenswertes über die Veränderungen und deren Bedeutung. Das Bastelmaterial lädt dazu ein, die gewonnenen Erfahrungen und Einsichten gestalterisch umzusetzen.

Made in Vorarlberg

Neusser selbst sind die Themen Klimaschutz und Klimawandel ein großes Anliegen. „Mir war es deshalb auch wichtig, die Mylani Bastelboxen ausschließlich in Vorarlberg zu produzieren“, erklärt sie die bewusste Authentizität, die die Glaubwürdigkeit ihres Produktes unterstreichen soll. Dass das auch möglich ist, hatten ursprünglich viele angezweifelt. Doch ebenso mutig wie sie den Weg in die Selbstständigkeit beschritten hat, hielt sie dran fest. Und jetzt, nach einem Jahr, weiß sie: „Das Interesse an ‚Made in Vorarlberg‘ ist da und spürbar.“

Die Entwicklung neuer Produkte hat bereits eine eigene Dynamik entfaltet. Während die Schwarzacherin beim ersten Mal knappe zwei Jahre in die Entwicklung investierte, reduzierte sich der Zeitaufwand doch wesentlich. Wichtig waren dabei auch die Feedbacks von Kunden, die für die begabte Kleinunternehmerin sehr hilfreich waren. „Ich habe noch sehr viele Ideen“, verrät sie, dass ihre Kreativität noch lange nicht ausgeschöpft ist. CRO