Ein Flecken Grünweiß bleibt bei Bulle Ernemann ewig

Vorarlberg / 26.05.2020 • 22:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Ein Flecken Grünweiß bleibt bei Bulle Ernemann ewig
Schon bei der Austria ergriff der Lange gelegentlich das Wort. Jetzt ist der Ex-Austrianer Daniel Ernemann im Bullenstall gelandet. VN/HARTINGER

Profi, Amateur, Trainer, Sekretär: So viel Austria wie Daniel Ernemann war in Lustenau noch kein Deutscher

Lustenau “Ich bin doch bei Liefering. Red Bull Salzburg ist ja nur unser Kooperationspartner”, lacht Schlitzohr Daniel Ernemann, wohl wissend, dass er seine Zwitterrolle vor dem ÖFB-Cupfinale am Freitag in Klagenfurt trotzdem nicht los wird. Auch wenn jener Mann, der vor allem als Spieler bei der Austria markante Spuren hinterlassen hat, nun bei den kleinen Bullen aus Liefering als Manager tätig ist.

“Die Austria”, wird Ernemann dann gleich aber auch sentimental, “die Austria ist neben Union Berlin mein Herzensclub.” 2004 stieß der lange Innenverteidiger zu den Grünweißen und blieb bei seinem ersten Aufenthalt in Vorarlberg zwei Jahre. Dann wechselte er zu Dresden und kam 2008 wieder zurück. Es folgten zwei weitere Jahre als Profi, ehe er sich nach und nach als aktiver Berufsspieler verabschiedete und sich hinter den Schreibtisch zurückzog. Als Trainer und Spielertrainer blieb sein Kontakt mit dem grünen Rasen jedoch aufrecht.

Botschafter in China

2018 klopfte der VFL Wolfsburg beim gebürtigen Ostbayern an. Ernemann wurde als Botschafter des VW-Klubs nach China geschickt und bildete dort Trainer aus. “Eine unvergessliche Zeit”, sagt der der zweifache Familienvater heute.

Als “Kleinbulle” bemüht sich der Lange im Hinblick auf das ÖFB-Cupfinale um Distanz. “Es ist natürlich der ewige Klassiker vom Großén gegen den Kleinen. Es ist für beide Mannschaften das erste Wettkampfspiel nach langer Pause. Das ist in der Regel eher für den Kleinen ein Vorteil”, analysiert Ernemann, dessen Familie jetzt in Berlin lebt und den Papa bzw. Ehemann nur an den Wochenenden sieht. “Je länger die null steht, desto größer die Chance für die Austria”, entwirft der Ex-Austrianer ein für die Grünweißen günstiges Szenario.

Letztes Match im Horrstadion

Seine Erinnerungen an das grandiose Cupjahr 2011 führen Daniel Ernemann direkt ins Horrstadion nach Wien-Favoriten. “Ich bestritt damals das letzte Profispiel für die Austria. Ich war damals eigentlich nur noch Aushilfe und kam in der zweiten Halbezeit für den verletzten Pöllhuber zum Einsatz. Wir gewannen gegen Austria Wien 4:0. Ich weiß noch, dass das ein leichter Sieg war”, muss der heutige Manager heute noch schmunzeln.

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