Nachwuchs nimmt politische Arbeit auf

Vorarlberg / 06.07.2021 • 16:26 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Bürgermeister, Vizebürgermeisterin und die Vorsitzenden der Thementeams stellten sich bei der ersten Sitzung vor.<span class="copyright">Bröll</span>
Bürgermeister, Vizebürgermeisterin und die Vorsitzenden der Thementeams stellten sich bei der ersten Sitzung vor.Bröll

Erste Sitzung der Feldkircher Kinderstadtvertretung.

Feldkirch In Feldkirch kümmern sich fortan auch Kinder um die Politik. Basierend auf dem Recht auf Mitbestimmung und freie Meinungsäußerung der UN-Kinderrechtskonvention wurde in Feldkirch durch einstimmigen Beschluss der Stadtvertretung im Mai 2019 eine Kinderstadtvertretung als ständiges Gremium installiert. Dieses gibt allen in Feldkirch lebenden Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren die Möglichkeit, über Themen zu diskutieren, die ihnen wichtig sind, und Empfehlungen, Ideen und Wünsche an die Stadtvertretung und die zuständigen Ausschüsse abzugeben. Die Kinder sollen so das gesellschaftliche, kulturelle und politische Geschehen in Feldkirch mitbestimmen.

„Ein tolles Instrument“

Gemeinsam mit dem Nachwuchs wurde die Kinderstadtvertretung in den Jahren 2019 und 2020 entwickelt. Im Frühjahr nahm die Kinderstadtvertretung mit insgesamt 44 Anmeldungen offiziell ihre Funktion als kinderpolitisches Gremium auf. Die Funktion und auch die Struktur ist dabei an die städtische Politik der „Großen“ angelehnt. Es gibt einen Bürgermeister und eine Vizebürgermeisterin, Ausschüsse, die Thementeams genannt werden, und sogenannte Thementeamchefinnen und -chefs, welche den Stadträtinnen und Stadträten entsprechen. Eine reguläre Kinderstadtvertretungsperiode dauert ein Schuljahr, in dem sich das gesamte Gremium vier Mal zu einer Sitzung trifft.

„Unsere Kinder haben eine Vielzahl an guten umsetzbaren Ideen. “

Gudrun Petz-Bechter
Jugendstadträtin

Zusätzlich dazu treffen sich die fünf Thementeams – Bildung & Kultur, Soziales & Beteiligung, Umwelt & Mobilität, Sport & Freizeit sowie Öffentlichkeitsarbeit – vier Mal jährlich. Diese Teams widmen sich der Vorberatung aufkommender Themen und städtischer Anfragen. „Unsere Kinder haben eine Vielzahl an guten umsetzbaren Ideen. Es liegt an uns Erwachsenen, diese zu hören und ernst zu nehmen. Auch in Sachen Demokratievermittlung und Politikverständnis ist die Kinderstadtvertretung ein tolles Instrument“, so Jugendstadträtin Gudrun Petz-Bechter.

Logo und Gestaltungslinie

Nach all den Vorbereitungen und coronabedingten Verzögerungen war es Ende Juni dann endlich so weit und die erste Sitzung der Kinderstadtvertretung konnte abgehalten werden. Nach Begrüßungsworten durch Kinderstadtvertretungsbürgermeister Benjamin Steele und Jugendstadträtin Petz-Bechter stellten sich die Vizebürgermeisterin der Kinderstadtvertretung, Emily Steele, sowie die Vorsitzenden der Thementeams vor. Im Mittelpunkt der ersten Sitzung standen das Kennenlernen der politischen Strukturen, die Ausarbeitung einer Geschäftsordnung sowie verschiedene Anfragen der städtischen Verwaltung.

Die Ausarbeitung der Geschäftsordnung und verschiedene Anfragen der städtischen Verwaltung standen auf dem Programm der ersten Stadtvertretungssitzung.
Die Ausarbeitung der Geschäftsordnung und verschiedene Anfragen der städtischen Verwaltung standen auf dem Programm der ersten Stadtvertretungssitzung.

Ein Höhepunkt der Sitzung war die Vorstellung des Logos sowie der Gestaltungslinie der Kinderstadtvertretung durch das Thementeam Öffentlichkeitsarbeit. Die Grundlage für das Logo stellte das Maskottchen der Kinderstadtvertretung, die „Katzenturmkatze“, dar. Das Maskottchen wurde von Kinderstadtvertreterin Pia Loacker entworfen.

Die nächste Sitzung der Kinderstadtvertretung ist für September geplant.