So schützen sich die Bregenzer Festspiele vor Corona

Vorarlberg / 01.08.2021 • 19:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
So schützen sich die Bregenzer Festspiele vor Corona

In der ersten Woche besuchten 50.000 Menschen die Festspiele, seit Juni proben Hunderte Mitarbeiter – bislang ohne Zwischenfall.

Bregenz Wer eine Karte für die heurigen Bregenzer Festspiele erwirbt, muss beim Kauf seine Kontaktdaten hinterlegen. Denn trotz aller Lockerungen und Impffortschritte, bleibt Corona ein beherrschendes Thema. Gerade für das Festspielhaus ist die Pandemie eine große Bewährungsprobe, verzeichnete man doch schon in der ersten Festspielwoche 50.000 Besucher.

In enger Abstimmung mit den Behörden wurde daher ein engmaschiges Sicherheitskonzept ausgearbeitet. Dafür wurden verschiedenste Szenarien ausgearbeitet und simuliert und bereits durch die Realität auf die Probe gestellt. Denn bereits seit Anfang Juni wird geprobt und getestet. Jeder Mitarbeiter werde alle 48 Stunden in einer hauseigenen Teststation getestet, überall wo der Mindestabstand von zwei Metern oder mehr nicht eingehalten werden kann, gelte eine FFP2-Pflicht, auch bei den Proben. Bei den Abschlussproben wie auch Veranstaltungen entfalle die FFP2-Pflicht, dafür wird täglich getestet. Befreit sind nur jene, die durch eine Vollimmunisierung oder einen Antikörpernachweis abgesichert sind. Bislang hat es sich bewährt: Bei 6000 Personal-Testungen gab es bislang nur vier positive Antigentests als Verdachtsfälle, die alle durch PCR-Tests widerlegt werden konnten. Abgerundet wird das strenge Testregime durch zahlreiche Präventionsmaßnahmen, angefangen vom regelmäßigen Lüften bis hin zu persönlich zugewiesenen Garderobenräume.

So schützen sich die Bregenzer Festspiele vor Corona

Für die Besucher beginnt das Präventionskonzept bereits wie erwähnt beim Kartenkauf, ergänzt durch eine Registrierung vor Ort, da die Karten selbst nicht personalisiert sind. Zwei Tage vor der Vorführung folgt eine Mail mit den wichtigsten Hinweisen. Somit ist man, trotz geltender 3G-Regel, auf einen möglichen Infektionsfall unter den Gästen vorbereitet. Falls ein solcher an die Festspiele nach einer Veranstaltung gemeldet wird, beginnt die Nachverfolgung. Beim Spiel auf dem See unter freiem Himmel gilt jeder im Umkreis von einem Meter zum betroffenen Sitzplatz als Kontaktperson. Bei Verführungen wie “Nero” im Festspielsaal sind es zwei Meter. Dies würde dann 27 Festspielgäste betreffen, rechnen die Festspiele vor.

Vor Ort werden die Besucher über Schilder, Durchsagen und persönliche Ansprache auf die geltenden Bestimmungen hingewiesen. Doch auch die Besucherflüsse wurden analysiert, Wegführungssysteme, zusätzliche Eingänge und überarbeitete Ablaufe sollen größere Staus und Traubenbildung vermeiden helfen. Ergänzt wird dies durch Desinfektionsmittelspender in den Foyers und eine verbesserte Raumlufttechnik. Im Gegensatz zum Personal ist jedoch eine Maßnahme freiwillig für die Besucher: das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.

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