So geht es mit der Pipeline weiter: Das sagen die Radfahrer

Vorarlberg / 29.04.2022 • 09:01 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
So geht es mit der Pipeline weiter: Das sagen die Radfahrer
Die VN fragten entlang der Pipeline nach, was die Radfahrer zwischen der Landeshauptstadt und der deutschen Grenze von der derzeitigen Lösung halten. PEM

Die Bauarbeiten an der Pipeline in Bregenz ziehen sich. Das sagen jene, die es am stärksten betrifft: die Radfahrer.

Bregenz Die Bauarbeiten an der Pipeline in Bregenz gehen in die heiße Phase. Am gestrigen Donnerstag rauchten erstmals die Asphaltiermaschinen.

Heute, Freitag, soll der erste Teilbereich zwischen Mili und dem Eisenbahnübergang beim Melanie fertig werden. „Wir können den Abschnitt dann auch freigegeben“, sagt Stefan Carotta vom Bregenzer Bauamt. In der kommenden Woche stehen auf den restlichen Metern noch ein paar Vorarbeiten an. Ab dem 9. Mai wird dann laut Plan auch der zweite Teilbereich bis zum Ende des Baustellenbereichs mit Asphalt versiegelt. Die endgültige Freigabe ist am darauffolgenden Wochenende (14./15. Mai) geplant.

<p>Der erste Teil bis zum Melanie ist bald fertig.</p><span class="copyright"> VN/Paulitsch</span>

Der erste Teil bis zum Melanie ist bald fertig.

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In den vergangenen Monaten wurden auf einem 510 Meter langen Abschnitt der Rad- und der Fußweg verbreitert und voneinander getrennt. Für den Ausbau mussten rund 7000 Kubikmeter Beton, Wasserbausteine und ähnliches abgebrochen werden. Das meiste davon konnte laut Tomaselli Gabriel Bau wiederverwendet werden. Anschließend wurden rund 20.000 Kubikmeter Kies aufgeschüttet. Das Material, das dafür verwendet wurde, stammt überwiegend aus der Bregenzerach, wo die Baufirma aus Nüziders seit Oktober 2020 am Unterlauf ein Hochwasserschutzprojekt umsetzt.

Pfähle und Bänke

Ebenfalls Teil des Pipeline-Projekts sind neben Sitzbänken, Treppenabgängen und einer Rampe für Rollstuhlfahrer auch ein zusätzlicher Steg und eine zusätzliche WC-Anlage im Bereich Melanie. „Beim Steg ist man diese Woche dabei, die Pfähle einzurichten. Nächste Woche sollte er komplettiert werden. Die WC-Anlage steht schon und muss noch angeschlossen werden“, erläutert Carotta.

<p class="caption">20.000 Kubikmeter Kies wurden aufgeschüttet.</p>

20.000 Kubikmeter Kies wurden aufgeschüttet.

In den Ausbau werden rund 6,3 Millionen Euro investiert. Bereits im Herbst wird voraussichtlich mit dem dritten und letzten Abschnitt bis zum Strandbad Lochau begonnen. Für die Aufschüttung soll diesmal Aushubmaterial vom Hallenbadneubau verwendet werden.

<p class="caption">Der Ausbau des zweiten Pipeline-Abschnitts ist auf der Zielgeraden.<span class="media-container dcx_media_rtab" data-dcx_media_config="{}" data-dcx_media_type="rtab"> </span><span class="marker">VN/Paulitsch</span></p>

Der Ausbau des zweiten Pipeline-Abschnitts ist auf der Zielgeraden. VN/Paulitsch

Das sagen die Radfahrer

Wir fragten entlang der Pipeline nach, was die Radfahrer zwischen der Landeshauptstadt und der deutschen Grenze von der derzeitigen Lösung halten.

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Es ist relativ überschaubar. Für die Sicherheit ist es gut, wenn man die Radfahrer von den Fußgängern trennt. Die Ausweichung derzeit nehme ich nie, da es sehr eng ist und gefährlich werden kann.

Helmut Ganahl, Bregenz
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Ich bin Rentner und mache gerne den Ausflug nach Hard zum „Café am See“. Ich habe mich an die Baustelle gewöhnt. Ich finde es toll, dass die Stadt Bregenz den Uferweg ausbaut. Die Fußgänger von Fahrradfahrern zu trennen, ist wichtig. Auf dem alten Weg hatte ich schon paar pikierende Situationen gehabt.

Heinrich Ruppaner aus Wasserburg
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Den Umbau derzeit muss man in Kauf nehmen, klar ist es gefährlich. Aber es ist toll, dass es neu gemacht wird. Jeder wird mehr Platz haben und es werden sicherlich weniger Unfälle passieren. Ich freue mich schon, wenn es fertiggestellt wird.

Brigitte Mennel, Bregenz