Verfolgungsjagd am Staatsfeiertag

20-Jähriger erneut verurteilt – er fuhr der Polizei davon.
Feldkirch Der junge Mann verdiente einst mit 2700 Euro gut, doch zurzeit ist er arbeitslos. Mit seinem gerichtlichen Erwachsenenvertreter, früher Sachwalter genannt, kommt er laut eigener Aussage gar nicht klar. Mit einem Bewährungshelfer ist der Mann allerdings einverstanden. Zum Vorfall selbst zeigt er sich geständig. Er hielt am ersten Mai dieses Jahres eine Polizeistreife in Fußach in Atem, als er sich bei einer Routinekontrolle einfach aus dem Staub machen wollte.
Gas und Bremse
Der Angeklagte war offenbar in Panik und gab mit seinem Moped zunächst Gas, um der Kontrolle zu entkommen. Dann bremste er abrupt ab und gefährdete dabei andere Straßenbenutzer, in der Folge wechselte er plötzlich die Richtung und bog ohne Blinken links ab. Auch dabei entstanden gefährliche Situationen. In Hard beschädigte der Arbeitslose die Regenrinne des McDonald’s und einen Werbeständer, zudem verbog er eine Kennzeichentafel. „Was mache ich nur mit Ihnen, Sie haben wegen versuchter Erpressung 480 Euro Geldstrafe offen und begehen in der offenen Probezeit schon wieder eine Straftat“, so der Richter Dietmar Nußbaumer.
Gefängnis droht
„Ich weiß, dass das ein Fehler war“, räumt der Mopedlenker, der nun keinen Führerschein mehr besitzt, ein. Die Strafe für versuchten Widerstand gegen die Staatsgewalt, Gefährdung der körperlichen Sicherheit und Sachbeschädigung beträgt 14 Monate auf Bewährung und 720 Euro unbedingte Geldstrafe. Die Geldstrafe kann er in Raten abstottern. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.