Keine Teilöffnung mehr: Stadttunnel Feldkirch soll 2030 komplett in Betrieb gehen

Vorarlberg / 29.12.2025 • 14:25 Uhr
Keine Teilöffnung mehr: Stadttunnel Feldkirch soll 2030 komplett in Betrieb gehen
Ursprünglich sollte der Stadttunnel Feldkirch in zwei Abschnitten realisiert werden. VN/Steurer

Der Stadttunnel Feldkirch soll nicht mehr abschnittsweise, sondern in einem Zug gebaut werden. Ein optimierter Bauablauf soll Zeit und Kosten sparen – eine Teilöffnung des Tunnels wird es damit nicht geben.

Feldkirch Der Stadttunnel Feldkirch soll künftig nicht mehr in zwei Abschnitten, sondern in einem Zug realisiert werden. Das Land Vorarlberg hat den Bauablauf überarbeitet und plant nun die Vollinbetriebnahme des gesamten Projekts im Jahr 2030, wie es in einer Aussendung mitteilt. Ziel der Änderungen sind ein beschleunigter Bau sowie Kosteneinsparungen.

Keine Teilöffnung mehr: Stadttunnel Feldkirch soll 2030 komplett in Betrieb gehen
Durch einen optimierten Bauablauf soll der Tunnel schneller und günstiger fertiggestellt werden. VN/Serra

Ursprünglich war vorgesehen, den Tunnel in zwei Etappen umzusetzen: Zunächst hätte der Kreisverkehr mit den Tunnelästen Felsenau, Tisis und Altstadt errichtet und vorzeitig für den Verkehr freigegeben werden sollen, anschließend wäre der Ast Tosters unter laufendem Verkehr gebaut worden.

Keine Teilöffnung mehr: Stadttunnel Feldkirch soll 2030 komplett in Betrieb gehen
Der Stadttunnel Feldkirch besteht aus den vier Tunnelästen Felsenau, Tisis, Tosters und Altstadt, die durch einen unterirdischen Kreisverkehr verbunden sind. Land Vorarlberg

Seit Rechtskraft der Genehmigung wurde das Projekt jedoch weiterentwickelt und an veränderte technische, baubetriebliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen angepasst.

Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von Iframely angezeigt.

Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von Iframely angezeigt.

“Aufgrund der geänderten Rahmenbedingungen planen wir, das Projekt gesamthaft umzusetzen”, erklärt Stadttunnel-Projektleiter Bernhard Braza. Eine Teilinbetriebnahme wird es damit nicht mehr geben. Stattdessen soll der Tunnel nach Abschluss aller Arbeiten vollständig freigegeben werden.

Provisorische Maßnahmen entfallen

In den vergangenen Monaten hat das Projektteam gemeinsam mit der für den Haupttunnel zuständigen Arbeitsgemeinschaft, bestehend aus Jäger Bau, Strabag sowie Hilti & Jehle, den Bauablauf analysiert und optimiert. Die geplanten Änderungen sollen nicht nur Zeit sparen, sondern auch Kosten senken, unter anderem, weil Bauarbeiten nicht mehr bei laufendem Verkehr in einem teilweise geöffneten Tunnel stattfinden müssen. Wie bereits berichtet, sind für den Stadttunnel 385 Millionen Euro veranschlagt.

Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von Iframely angezeigt.

Auch der zuständige Landesstatthalter Christof Bitschi (FPÖ) sieht darin Vorteile: “Unser Ziel ist es, den Stadttunnel als Zukunftsprojekt für die Stadt Feldkirch und als Impulsgeber für die Vorarlberger Wirtschaft zügig und so wirtschaftlich wie möglich umzusetzen.”

Konkret entfallen laut Braza mehrere provisorische Maßnahmen, darunter der Bau von zwei temporären Sammelbecken für Berg- und Fahrbahnwässer sowie der Bau einer vorübergehenden Gewässerschutzanlage im Bereich der Schillerstraße. Zudem wird ein Großteil des Bauverkehrs nicht mehr über die Strecke Kapfweg–Ardetzenbergtunnel–Bärenkreuzung geführt, sondern über die Baustelleneinrichtung Felsenau abgewickelt. Das soll die Belastung durch Lärm und Staub in der Stadt spürbar reduzieren.

Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von Iframely angezeigt.

Die Änderungen erfordern allerdings eine neuerliche behördliche Prüfung. Wie das Land in einer Aussendung mitteilt, wurde am 22. Dezember ein Änderungsantrag gemäß § 18b des Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetzes eingebracht. Dieser umfasst unter anderem aktualisierte Lärm-, Luft- und Schadstoffuntersuchungen sowie neue Verkehrsdaten.

Behörde prüft

Die Unterlagen werden nun von der Behörde gemeinsam mit Sachverständigen geprüft. In weiterer Folge sei ein Ermittlungsverfahren vorgesehen, bei dem betroffene Parteien und Beteiligte Stellung nehmen können. Unabhängig davon laufen die Bauarbeiten weiter, etwa im Bereich des künftigen Tunnelportals Altstadt hinter dem Schulzentrum, und die Vorbereitungen für den Tunnelanschlag in der Felsenau im kommenden Frühjahr sind im Gang.

Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von Iframely angezeigt.

Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von Iframely angezeigt.