Weniger Gratisminuten, mehr Zonen, höhere Tarife: Neue Parkregeln in der plan-b-Region

Autofahrer müssen sich umstellen. Preise orientieren sich an Öffi-Tickets.
Lauterach Die plan-b-Region passt ihr Parkraummanagement an. Parken wird nicht nur teurer, in einigen Gemeinden wurde auch die Gratisparkzeit verkürzt und die Bewirtschaftung ausgeweitet. “In jedem Dorf ist es ein bisschen anders. Jede Gemeinde entscheidet autonom”, begründet der Lauteracher Bürgermeister Elmar Rhomberg als Sprecher der plan-b-Gemeinden.

In Hard, Lauterach, Lustenau, Schwarzach und Wolfurt müssen Autofahrer seit Mitte 2018 auf vielen öffentlichen Parkplätzen ein Parkticket lösen, in Kennelbach seit Herbst 2023. In der Novelle zum Vorarlberger Parkabgabegesetz ist ab Februar 2026 für jede angefangene Stunde ein Mindesttarif von einem Euro vorgegeben, der Höchsttarif liegt bei 2,70 Euro. In den plan-b-Gemeinden wurden die Stundentarife um rund 20 Prozent auf 1,70 Euro (Zone A) bzw. 1,10 Euro (Zone B) erhöht. Auch Handyparken ist nun möglich; die Minute kostet 2,83 Cent bzw. 1,83 Cent. Parksünder zahlen künftig 30 statt bisher 20 Euro.

Die letzte Erhöhung fand in der Region im Jänner 2022 statt. Künftig sollen die Gebühren in regelmäßigen Abständen, möglichst alle zwei Jahre, angepasst werden. Langfristiges Ziel der plan-b-Gemeinden ist, dass eine Stunde Parken in der Zone A so viel kostet wie eine Einzelfahrt mit den Öffis. Als letzte Gemeinde hat Lauterach in der Vorwoche die Änderungen in der Gemeindevertretung beschlossen. Neben den neuen Parktarifen, die in allen Gemeinden der Region gelten, wird die Gratisparkzeit ab 1. Februar von 90 auf 60 Minuten reduziert. “Wenn man einkaufen geht, dann hat man nach einer Stunde im Prinzip alles erledigt. Die einzelnen Kurzparkzonen bleiben unverändert bei 90 Minuten”, erläutert der Bürgermeister.

Auch Wolfurt verkürzt die Gratisparkzeit im gesamten Ortsgebiet auf 60 Minuten. Ausgenommen sind lediglich die Parkplätze bei der Alten Schmiede, auf denen nach wie vor ab der ersten Minute bezahlt werden muss. Die Begrenzung der Gratisminuten wird von der Gemeinde unter anderem damit begründet, dass Autofahrer insbesondere bei Freizeitzielen an der Ach vielfach vor Ablauf der 90 Minuten ein weiteres Gratisparkticket lösen oder die Parkuhr nachstellen würden. Beim Handyparken ist mehrmaliges Gratisparken hintereinander nicht möglich. Zudem plant Wolfurt, die gebührenpflichtigen Parkzonen im Laufe des Jahres auf die Lerchenstraße, die Fattstraße, den Wuhrweg und eventuell auch auf die Bucher Straße auszuweiten. Auch E-Ladeparkplätze sollen kostenpflichtig werden.

In den anderen Gemeinden kann auf ausgewiesenen Parkplätzen weiterhin 90 Minuten gratis geparkt werden. “Die Reduzierung der Gratisminuten ist bei uns nicht zur Diskussion gestanden. Eine Ausweitung auch nicht – mehr geht nicht. Die höheren Parkstrafen haben wir zur Kenntnis genommen”, sagt der Schwarzacher Bürgermeister Thomas Schierle. In Kennelbach sind neu die Parkplätze in der Waldbahnstraße gebührenpflichtig. Die Parkuhren, die zusätzlich benötigt werden, stammen laut Gemeindevertretung gebraucht von der Stadt Dornbirn.