Ergebnisse der VN-Umfrage: So sparen die Vorarlberger Wasser

Vorarlberg / 22.08.2026 • 09:00 Uhr
Ergebnisse der VN-Umfrage: So sparen die Vorarlberger Wasser
Roland Paulitsch

In einer nicht repräsentativen Umfrage der VN zeigen viele Vorarlberger eine hohe Sensibilität für das Thema – aber auch eine Frage der wahrgenommenen Fairness.

Schwarzach Nicht nur der aktuelle Sommer hat Österreich eine nie da gewesene Trockenheit beschert. Die Niederschlagsdefizite sind bereits seit einem Jahr auf Rekordniveau. Die vergangenen zwölf Monate werden als die trockensten seit Messbeginn im Jahr 1850 in die Geschichte eingehen, bilanzierte Klimaforscher Klaus Haslinger von der Geosphere Austria.

Die VN fragten ihre Leserinnen und Leser, wie sie über die Wassersituation denken und ob und wie sie Wasser sparen. Insgesamt geben rund 86 Prozent der Befragten an, bewusster mit Wasser umzugehen als noch vor einigen Wochen – gut die Hälfte sogar deutlich bewusster. Nur knapp 14 Prozent haben ihr Verhalten nicht verändert.

Ergebnisse der VN-Umfrage: So sparen die Vorarlberger Wasser
In einer Online-Umfrage der VN gaben viele an, Verständnis für verpflichtende Maßnahmen zum Wassersparen zu haben. Vor allem bei privaten Pools sehen viele Sparpotenzial.APA

Hier sparen die Vorarlberger

Besonders groß ist die Zustimmung zum freiwilligen Wassersparen während Hitzeperioden: 86 Prozent halten es “auf jeden Fall” für sinnvoll, weitere 12 Prozent antworten mit “eher ja”.

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Gespart wird vor allem dort, wo der Verzicht vergleichsweise geringe Auswirkungen auf den Alltag hat. Am häufigsten genannt werden selteneres beziehungsweise gezielteres Gartengießen (63 Prozent), kürzeres Duschen (52 Prozent), die Verwendung von Regenwasser (52 Prozent) und der Verzicht auf Autowäschen (50 Prozent). Lediglich rund sechs Prozent geben an, derzeit überhaupt nicht bewusst Wasser zu sparen.

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Von den 191 Personen, die eine freie Antwort gegeben haben, drehen sich besonders viele um ganz praktische Alltagsmaßnahmen: Rund 87 erwähnen Garten, Rasen oder gezieltes Gießen, rund 66 Duschen oder Baden und rund 57 Regen-, Brunnen- oder Brauchwasser. Etwa 30 erwähnen den Verzicht auf beziehungsweise die Reduktion von Autowäschen. Mehrfach taucht außerdem die Idee auf, Wasser aufzufangen und weiterzuverwenden – etwa Wasser vom Gemüsewaschen als Gießwasser.

Eine Frage der Fairness

Spannend wird es, wo aus dem abstrakten Spargedanken konkrete Einschränkungen werden. 25 Personen gaben an, nicht bewusst Wasser zu sparen. Diese sind keineswegs per se gegen Wassersparen: 19 von 25 halten freiwilliges Sparen trotzdem für “eher sinnvoll” oder “auf jeden Fall sinnvoll”. Elf von ihnen haben aber weder Garten noch Auto und sehen daher wenig Spielraum, ihren Verbrauch einzuschränken.

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Und auch jene zwei, die freiwilliges Wassersparen für nicht sinnvoll betrachten, geben an, sich Sorgen um die künftige Wasserversorgung zu machen. Ihre Erklärungen deuten eher auf ein wahrgenommenes Fairnessproblem hin: Der eine gibt an, dass er entsprechende Aufrufe für scheinheilig hält, solange die Gemeinde noch Sportstätten benetzen kann. Der zweite Teilnehmer verweist auf die Landwirtschaft, die aus seiner Sicht ebenfalls keinen Spardruck wahrnimmt.

Bereitschaft zur Verpflichtung

Abseits davon besteht eine deutliche Bereitschaft, auch verbindlichere Maßnahmen der Gemeinden mitzutragen. Besonders klar fällt die Haltung bei Pools aus: Rund 77 Prozent sprechen sich dafür aus, private Poolbefüllungen bei anhaltender Trockenheit einzuschränken. Knapp 47 Prozent würden zeitliche Beschränkungen für die Gartenbewässerung unterstützen. Lediglich rund 20 Prozent vertreten die Haltung, dass Gemeinden erst eingreifen sollten, wenn Maßnahmen tatsächlich unumgänglich werden.

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