Jedes Stück ein Unikat

Wetter / 26.10.2015 • 18:29 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Seit 2007 verkauft Anna Waibel ihren handgefertigen Schmuck. Nun eröffnet sie ihr erstes Geschäft in Hohenems. VN/Paulitsch
Seit 2007 verkauft Anna Waibel ihren handgefertigen Schmuck. Nun eröffnet sie ihr erstes Geschäft in Hohenems. VN/Paulitsch

Der Emser Marktstraße wird Leben eingehaucht. Nicht zuletzt durch Schmuckdesignerin Anna Waibel.

Hohenems. (VN-tag) Mit Mainstream hat die junge Hohen­emserin Anna Waibel wenig am Hut. Denn jedem ihrer handgefertigten Schmuckstücke verleiht die 27-jährige Designerin ihre ganz persönliche Note.

Als Tochter eines Architekten kam Waibel schon früh in Kontakt mit Handwerk, Technik und Gestaltung. Erste Grundbegriffe des Goldschmiedens lernte die Hohen­emserin im Rahmen ihrer Ausbildung an der Meisterschule für Kunst und Gestaltung in Graz kennen. „Zuerst habe ich mich der Kunst gewidmet, bis ich mich schließlich auf das Schmuckdesign konzentriert habe. Irgendwann kam der Traum vom eigenen Atelier“, erinnert sich Waibel.

Eigenes Atelier

Der Liebe wegen kehrte Anna Waibel der Steiermark den Rücken. Dann war es der Zufall, der es möglich machte, ihren Traum in die Realität umzusetzen: „Ich war zur richtigen Zeit am richtigen Ort“, erzählt die Schmuckliebhaberin, die vom Unternehmen Lacha & Partner schließlich das Angebot bekam, ein eigenes Atelier in der Hohenemser Marktstraße zu eröffnen. „Die ,Gasse‘ hat mich immer schon fasziniert. Ich fand es aber sehr schade, dass sie in den vergangenen Jahren etwas verkümmert ist“, erzählt Waibel. „Umso erfreulicher war es, zu hören, dass dem Zentrum mit neuen Ideen und Projekten neues Leben einhaucht werden soll und ich einen Teil dazu beitragen darf“, sagt die Schmuckdesignerin.

Seit 2007 verkauft Anna Waibel ihren handgefertigten Schmuck, den sie als „minimalistisch, einfach, aber doch spannend“ beschreibt. Ihr eigenes Atelier bietet der jungen Designerin nun die Möglichkeit, ihre Unikate einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. „In Hohenems herrscht derzeit eine tolle Atmosphäre. Man merkt, dass sich etwas verändert und immer mehr Leute in die Stadt kommen“, erzählt die 27-Jährige. „Mein Atelier passt da gut ins Konzept.“

Goldschmiedehandwerk

Auf eine bestimmte Zielgruppe möchte sich die Künstlerin nicht festlegen: „Ich habe genauso viele junge wie ältere Kunden. Auftragsarbeiten gehören zu meinem Alltag“, erzählt Waibel. Als typische Schmuckdesignerin bezeichnet sich die Hohen­emserin aber keineswegs. „Ich konzentriere mich auf das alte Goldschmiedehandwerk, deswegen sind meine Schmuckstücke auch etwas zum Anschauen. Massenware kommt bei mir nicht infrage.“

Wechselnde Designer

Im neuen Geschäft von Anna Waibel werden auch Schmuck von Künstlern wie Jennifer Lingg, Andrea Zahlbruckner-Jaufer und Brigitte Haubenhofer-Salicites sowie ausgewählte Accessoires von wechselnden Designern Platz finden. „Mir ist es ein Anliegen, auch anderen aufstrebenden Künstlern einen Raum zu geben, um sich zu präsentieren.“

In rund zwei Wochen wird die junge Hohenemserin ihr Geschäft „Anna Waibel Schmuck“ in der Marktstraße 31 mit einer Vernissage eröffnen. Dann können sich interessierte Besucher selbst ein Bild der alten Goldschmiedetechnik machen. „Mir ist es wichtig, dass die Kunden sehen, wie jedes Einzelstück von Hand gefertigt wird, das ist Teil meines Konzepts.“

Ich konzentriere mich auf das alte Goldschmiedehandwerk.

Anna Waibel

Zur Person

Anna Waibel

Schmuckdesignerin

Geboren: 11. Juli 1988, Feldkirch

Wohnort: Hohenems

Ausbildung: Meisterschule für Kunst und Gestaltung in Graz, anschließend mehrere Jahre für die Galerie kunst.wirt.schaft in Graz tätig

Eröffnung und Vernissage am Donnerstag, 12. November, um 18 Uhr in der Marktstraße 31, Hohenems