Nur ja kein Angeber sein

25.01.2017 • 17:32 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Paul Mille ist ein Multitalent. Der 15-Jährige gewinnt Schulwettbewerbe in Serie.  Foto: VN/Paulitsch
Paul Mille ist ein Multitalent. Der 15-Jährige gewinnt Schulwettbewerbe in Serie.  Foto: VN/Paulitsch

Dabei hat Paul Mille schon zwei Schreib- und einen Redewett­bewerb gewonnen.

Dornbirn. (VN-hk) Er redet über das Leben der Eskimos in Kanada genauso wie er auf Französisch aus fünf Reizwörtern eine fantasievolle Geschichte schreibt oder sich schriftlich über die Bedeutung der Bildung für die Entwicklung der Welt äußert. Gemeinsam haben alle diese Aktivitäten, ob gesprochen oder geschrieben, für Paul Mille eines: Der 15-Jährige gewinnt dafür einen Preis.

Tennis und Jazz

Zwei Schreib- und einen Redewettbewerb hat der junge Mann aus Höchst bereits gewonnen. Einen riesigen Stolz haben sie deswegen an seiner Schule, dem BRG Dornbirn-Schoren, mit ihm. „Ich will aber damit ja nicht angeben. Ich bin doch völlig normal“, sagt der smarte Bub fast entschuldigend.

Natürlich hat der Sohn eines französischen Vaters und einer österreichischen Mutter in den Zeugnissen fast immer lauter Einser. „Nur im Verhalten reicht’s dazu selten.“ Weil er ein „Strick“ ist? „Nein, ich tu’ halt gern blöd mit meinen Mitschülern“, erklärt Paul.

Paul ist im öffentlichen Auftreten galant und zurückhaltend, aber stets hellwach. „Das hat auch damit zu tun, dass ich früh ins Bett gehe, um am Tag fit zu sein“, schmunzelt er. Seine Interessen sind vielfältig. Er, der die sechste Informatik-Klasse am Schoren besucht, interessiert sich für Sprachen, spielt im Meisterschaftsbetrieb für den TC Höchst Tennis und lässt seine Finger ebenso gerne über die Klaviertasten gleiten. Jazz ist dabei Pauls bevorzugte Stilrichtung. Gerne würde er mehr spielen. „Aber ich habe dieses Jahr an vier Nachmittagen Schule.“

Zwei Sprachen zu Hause

Dass sein Vater Franzose ist und mit ihm Französisch redet, während die Kommunikation mit seiner Vorarlberger Mutter, einer Lehrerin, auf Deutsch verläuft, „hat mir sicher genützt“, sagt Paul. Paul spricht darüber hinaus natürlich auch Englisch, und mit Spanisch hat er gerade begonnen. „Ich möchte im kommenden Jahr als Austauschschüler nach Spanien gehen“, ist sein Plan. Dass er nun am Schoren ausgerechnet die Informatik-Klasse besucht, bedeutet für ihn eine willkommene Bereicherung seines Portfolios in puncto Interessenvielfalt. Informatiker will er im Berufsleben jedenfalls nicht werden. „Da habe ich zu wenig mit Menschen zu tun.“ Auch Anwalt oder Arzt will er nicht werden. „In diesen Berufen geht es zu viel um Negatives und Unerfreuliches. Das will ich nicht.“ Eigentlich hat Paul noch keine Ahnung, was er tatsächlich einmal werden will. Lehrer könnte er sich immerhin vorstellen. Er, das Sandwichkind zwischen zwei Schwestern, will die Dinge unbeschwert auf sich zukommen lassen. „Ich hab’ ja noch so viel Zeit“, bemerkt der 15-jährige Tausendsassa zu Recht.

Seine Konzentration gilt nun dem Bundesfinale des Redewettbewerbs in Wien, der im März stattfinden wird und bei dem Paul eine gute Figur machen möchte.

Was ich einmal werden will, weiß ich wirklich nicht.

Paul Mille

Zur Person

Paul Mille

Geboren: 8. Oktober 2001

Wohnort: Höchst

Familie: zwei Schwestern

Beruf: Schüler

Hobbys: Sport, Musik

Lieblingsspeise: Curryreis