Musik muss dabei sein

Wetter / 09.06.2017 • 17:55 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Seit seinem 14. Lebensjahr ist Philipp Amann begeisterter Musikant bei der Gemeindemusik Schnifis. Foto: VN/js
Seit seinem 14. Lebensjahr ist Philipp Amann begeisterter Musikant bei der Gemeindemusik Schnifis. Foto: VN/js

Neo-Obmann Philipp Amann leitet seit März die Geschicke der Gemeindemusik Schnifis.

Schnifis. (VN-js) Wenn an diesem Wochenende das Bezirksmusikfest in Schnifis über die Bühne geht, laufen die organisatorischen Fäden bei Obmann Philipp Amann zusammen. Seit mittlerweile 28 Jahren ist der Posaunist bei der Gemeindemusik Schnifis tätig. 16 Jahre davon als Jugendreferent. „Rund ein Drittel der 52 aktiven Musikanten kenne ich seit ihrer Jugend“, sagt er. Aber auch die älteren Vereinsmitglieder kennt Amann aufgrund der jahrelangen gemeinsamen Probenarbeit genau.

90-Jahr-Jubiläum

Im Vorfeld des Festes, das anlässlich des 90-Jahr-Jubiläums des Vereins veranstaltet wird, war der Posten des Vereinsobmanns vakant geworden. Da die bisherige Obfrau Daniela Schregenberger das Amt niederlegen wollte, trat man an den erfahrenen Musikanten heran. Kurz entschlossen willigte der 42-Jährige ein und wurde bei der Jahreshauptversammlung im März zum neuen Vereinsobmann gewählt.

Als Produktionsleiter liegt ihm das Managen und Koordinieren von Abläufen im Blut. „Ähnlich ist dies beim Amt des Obmanns bzw. bei den Vorbereitungen auf das Fest der Fall“, beschreibt Amann, der in der Automobilindustrie tätig ist. „Wir haben früh genug mit der Organisation angefangen“, stellt er mit stoischer Ruhe klar, dass er sich voll und ganz auf seine Vereinsmitglieder verlassen kann.

Dass ihm die Liebe zur Musik in die Wiege gelegt worden war, kann Amann nicht behaupten. Freunde waren es, die den Schnifner im Alter von 14 Jahren motiviert hatten, bei der Gemeindemusik vorstellig zu werden. Endgültig entfacht wurde seine große Leidenschaft für das Musizieren schließlich bei der Militärmusik Vorarlberg. „Wann bietet sich im Leben schon die Möglichkeit, dass sich 14 Monate lang praktisch alles um die Musik dreht“, kommt er beim Gedanken an diese prägende Zeit ins Schwärmen.

Viele Konzertreisen

Unmittelbar nach der Militärmusik war der begeisterte Posaunist bei verschiedenen Formationen, wie der Big Band Walgau, den Spinning Wheels oder der Stadtmusik Feldkirch, engagiert. „Vier bis fünf Proben pro Woche waren damals keine Seltenheit“, erinnert er sich zurück. Gut im Gedächtnis sind ihm aber auch die Konzertreisen geblieben. Diese führten ihn in seinen 20er-Jahren unter anderem nach Irland, Spanien, Griechenland, Dänemark und Frankreich.

Begeisterung weitergegeben

Inzwischen geht es der zweifache Familienvater etwas ruhiger an. “Konzertreisen gehören der Vergangenheit an”, merkt er mit einem Lächeln an. Umso mehr freut er sich aber, seinen beiden Kindern die Begeisterung für die Musik vorgelebt und vermittelt zu haben. „Beide besuchen die Musikmittelschule in Thüringen. Daniel spielt Trompete und Tabea Saxophon“, sagt er stolz.

Ein Drittel der Musikanten habe ich als Jugendreferent betreut.

Philipp Amann

Zur Person

Philipp Amann

Geboren: 17. Jänner 1975

Familie: verheiratet, zwei Kinder

Beruf: Projektleiter

Hobbys: Musik, Wandern, Skifahren, Grillen