„Früher waren wir naiver, das war schön“

Wohin / 22.10.2015 • 14:12 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Seit 30 Jahren erfolgreich unterwegs: Element of Crime.  Foto: charlotte goltermann
Seit 30 Jahren erfolgreich unterwegs: Element of Crime.
Foto: charlotte goltermann

„Element of Crime“ beehren das Ländle und singen über Lieblingsfarben und Tiere.

Schwarzach. Im November touren „Element of Crime“ durch Österreich, am Freitag, 13. November, kommen sie auch nach Vorarlberg, genauer gesagt in die Kulturbühne AMBACH in Götzis. Mit dabei haben sie ihr aktuelles Album „Lieblingsfarben und Tiere“, ein Sammelsurium EoC-typischer, melancholischer Lieder mit schräg-poetischen Texten. Der Sänger der Band, Sven Regener, sprach mit den VN über drei Jahrzehnte „Element of Crime“ und das aktuelle Album.   

Mit Eurer Musik habt Ihr drei Jahrzehnte geprägt. Wenn du diese Zeit Revue passieren lässt: Was war im Musikbusiness früher besser/schöner und was heute?

Regener: Früher waren wir naiver, das war schön. Heute sind wir erfolgreicher, das ist auch schön.

Gibt es etwas, das du im Nachhinein anders machen würdest?

Regener: Nein, da gibt es nichts, das ich anders machen möchte.

Ihr seid mit Eurem aktuellen Album „Lieblingsfarben und Tiere“ unterwegs. Gibt’s einen bestimmten Song darauf, der Dir besonders am Herzen liegt?

Regener: Da fällt mir ganz spontan ein: „Rette dich vor mir selber“. Zu diesem Song haben wir ein Video gemacht, das mir sehr ans Herz geht.

Und welches ist deine Lieblingsfarbe? Oder ist es so wie auf dem Song, dass sie täglich wechselt?

Regener: Ich denke, Lieblingsfarben haben ja eher Kinder, denen ist das irgendwie wichtig. Das finde ich toll. Bei mir ist es wahrscheinlich die Farbe Blau, wenn ich mir meine Klamotten so anschaue.

Ihr komponiert ja immer zuerst die Musik und erst dann schreibst du den Text dazu. Lässt du dich von der Melodie inspirieren oder geschieht das Texten unabhängig von der Musik?

Regener: Nein, das ist sehr eng an der Musik dran und sehr davon beeinflusst. Wie das genau funktioniert, kann ich aber ehrlich gesagt auch nicht sagen.

Nach 30 Jahren – fällt einem da immer wieder spontan Neues ein oder wird’s manchmal schwierig?

Regener: Manchmal muss man ein bisschen warten, bis die gute Idee kommt. Man kann es nicht erzwingen. Es ist ein bisschen wie beim Angeln.

Ihr hattet und habt hauptsächlich melancholische Lieder, würdet Ihr Euch auch im Privatleben als Melancholiker bezeichnen?

Regener: Nein, ich glaube, das ist kein guter Begriff, um einen Menschen zu bezeichnen. Das Melancholische gehört ja immer dazu. Und zur Musik auch, untrennbar, gerade die lustigen Lieder haben ja immer auch eine melancholische Seite, nicht nur bei uns.

Okay, Themenwechsel zu einem anderen Steckenpferd deinerseits. Du bist ja auch als Schriftsteller tätig – hast du eigentlich schon ein neues Buch in Arbeit?

Regener: Habe ich.

Und verrätst du uns schon ein wenig darüber?

Regener: Nein, ich verrate noch nichts. Über ungelegte Eier sollte man nicht sprechen. Man wird sonst so leicht zum Ankündigungsweltmeister.

Was wünscht Ihr Euch für Euer Konzert in Götzis?

Regener: Da wünsche ich mir viel Spaß für alle.

Zur Person

Sven Regener

Geboren: 1. Jänner 1961

Wohnort: Berlin    

Familienstand: verheiratet, zwei Kinder

Lebensmotto: keines

Element of Crime kommen am 13. November zu einem Konzert in die Kulturbühne AMBACH in Götzis. Als Support sind „Apples in Space“ mit von der Partie. Karten: Musikladen (05522/41000), Kiosk Gmeiner Dornbirn, Kiosk im Bahnhof Bregenz, Kirchplatz-Kiosk Felix Lustenau.