„Verliebte mich in die Reinheit ihrer Stimme“

Wohin / 23.02.2017 • 09:25 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Begleitet von Live-Band und Tänzern entzündet Belinda Davids ein musikalisches Feuerwerk.  Foto: Jon Van Grinsven
Begleitet von Live-Band und Tänzern entzündet Belinda Davids ein musikalisches Feuerwerk. Foto: Jon Van Grinsven

Eine musikalische Verneigung vor Whitney Houston mit grandioser Show.

schwarzach. Wenn Belinda Davids in ihrer Rolle als Whitney Houston die Bühne betritt, staunt das Publikum, denn sie vermittelt das Gefühl, die Pop-Diva sei wieder auferstanden. Am 28. März ist die Südafrikanerin in der „Whitney Houston Show“ in Bregenz zu erleben. Die Künstlerin im VN-Interview.

Erzählen Sie uns bitte über Ihre Anfänge als Musikerin.

Davids: Ich glaube, ich war schon immer Musikerin. Bereits in sehr jungen Jahren habe ich begonnen, Gitarre zu spielen. Zwar habe ich später damit aufgehört, aber ich beherrsche das Gitarrenspiel noch immer ein wenig. Mit fünf Jahren habe ich angefangen zu singen, mit 14 Jahren dann professionell. Damals trat ich mit meiner eigenen Band auf und verdiente damit auch Geld.

Wann haben Sie Ihre Liebe zu Whitney Houstons Musik entdeckt?

Davids: Als ich acht Jahre alt war, hörte ich eine Schallplatte meines ältesten Bruders an. Es war eine LP von Teddy Pendergrass und Whitney Houston, die darauf „Hold Me“ sangen. Ich verliebte mich sofort in die Reinheit ihrer Stimme. Ich glaube, sie war damals 17 Jahre und ich war acht und ich konnte schon singen wie sie. Ich glaube, ich suchte nach einer Art Identifikation in meiner Stimme, und das fand ich bei ihr.

Haben Sie sie je live gesehen?

Davids: Nein, ich habe sie noch nie gesehen, wahrscheinlich mit gutem Grund, aber nicht absichtlich.

Haben Sie eine Gesangsausbildung?

Davids: Ich habe eigentlich keine Gesangsausbildung. Ich habe mir das Singen selber durch viel Praxis beigebracht, habe sehr oft Whitney und andere Künstler angehört, um von ihnen zu lernen.

Wie oft üben Sie?

Davids: Die ganze Zeit oder so viel wie möglich. Auch Ruhe ist wichtig, aber wenn ich zu lange ausruhe, werden meine Stimmbänder faul. Darum trainiere ich meine Stimme andauernd. Zwar nicht so intensiv, wie wenn ich auf Tour gehe, aber genug, um sie in Form zu halten.

Wie haben Sie sich darauf vorbereitet, in die Rolle von Whitney Houston zu schlüpfen?

Davids: Da war viel körperliche Ausbildung dabei. Ich schaute auch eine Menge Videos von Whitney Houston ohne Ton an, um ihre Bewegungen, ihre Mimik, ihren Ausdruck, ihre Haltung usw. zu verinnerlichen. Ich hörte mir natürlich alles genau an, um die Technik in ihrer Stimme zu übernehmen.

Welches Whitney-Houston-Lied ist das schwierigste für Sie?

Davids: Sie sind alle sehr anspruchsvoll. Aber der letzte Song in einer Show ist immer die größte Herausforderung.

Und welches ist Ihr Lieblingslied?

Davids: Sie sind alle meine Lieblingslieder. Ich liebe es nicht nur, sie anzuhören, sondern auch sie zu singen. Es ist schwer, einen Lieblingssong zu wählen, wenn einer genauso gut ist wie der andere.

Haben Sie bestimmte Rituale, die Sie vor einer Vorstellung
in die richtige Stimmung bringen?

Davids: Es gibt ein paar Dinge, die ich vorher tue, aber das Wichtigste für mich sind die letzten fünf Minuten vor dem Auftritt. Die nutze ich, um mir Whitney genau vorzustellen, sie zu visualisieren.

Zur Person

Belinda Davids

Geboren: in Port Elizabeth in Südafrika

Karriere: Belinda Davids begann schon als Kind mit dem Singen, startete mit 14 Jahren ihre professionelle Karriere. Ihre Stimme umfasst 4 Oktaven.

The Greatest Love of All  – The Whitney Houston Show. 28. März, Festspielhaus Bregenz. Karten: bei allen oeticket-Verkaufsstellen, oeticket.com

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