Flaschen sind wahre Allround-Instrumente

Wohin / 22.02.2018 • 10:40 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Berliner Flaschen-Virtuosen „Glas – Blas – Sing“ präsentieren in Dornbirn ihr Programm „Flaschmob“. y. sucksdorff
Die Berliner Flaschen-Virtuosen „Glas – Blas – Sing“ präsentieren in Dornbirn ihr Programm „Flaschmob“. y. sucksdorff

Seit mehr als zehn Jahren sorgen „Glas – Blas – Sing“ mit ihren Flascheninstrumenten für Erstaunen.

schwarzach Demnächst präsentiert die Berliner Truppe „Glas – Blas – Sing“ ihr neues Programm „Flaschmob“ in Dornbirn. Bandmitglied David „Möhre“ Möhring im VN-Interview.

 

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, mit Glasflaschen Musik zu machen?

Möhre: Die Idee ist damals ganz zufällig entstanden. Als wir noch mit normalen Instrumenten gespielt haben, hatten wir in unserem Proberaum immer eine Kiste Bier dabei. Irgendwann wurde uns die Schlepperei der Instrumente zu schwer und da haben wir gesagt, wir reduzieren das Ganze jetzt auf den Kasten Bier, der eh immer vor Ort ist. Und so haben wir angefangen, auf Flaschen Musik zu machen.

 

Ihr verwendet die Flaschen ja sehr vielseitig, erklär mal…

Möhre: Unser Hauptinstrument ist die geblasene Flasche, damit haben wir damals auch begonnen. Dazu wird gesungen oder es werden einfach nur mit den Flaschen Melodien gespielt. Aber wir blasen die Flaschen nicht nur, wir klopfen sie, wir zupfen sie, wir schlagen sie. Im Laufe der Jahre kamen immer mehr kreative Ideen und somit neue Instrumente dazu. Mittlerweile haben wir etwa ein Schlagzeug aus Wasserspenderflaschen, wir haben Gitarren aus diversen Flaschen, wir haben ein Flaschen-Xylophon und vieles mehr . . .

 

Wieviele Flaschen gehören zu eurem Equipment?

Möhre: Ganz genau weiß ich es nicht, wir haben so ca. 120 bis 150 Flaschen auf der Bühne.

 

Dann habt ihr ja jetzt mehr Equipment zu schleppen als früher mit den normalen Instrumenten . . .

Möhre: Ja, die Grundidee von damals hat sich auf Dauer dann doch nicht durchgesetzt. Jetzt haben wir mehr zu tragen als vorher. Aber dafür macht es auch einen Riesenspaß.

 

Welche Art Musik macht ihr? Welche Genres habt ihr im Repertoire?

Möhre: Wir hatten nie den Plan, uns auf ein Genre festzulegen. Vielmehr haben wir versucht, alle möglichen Musikstilistiken für die Flaschenmusik zu arrangieren. Dabei sind wir noch auf keine Genregrenze gestoßen, das geht wirklich von Klassik über Pop oder Hiphop, über Latino und Jazz, wir haben alles probiert und es hat alles funktioniert.

Covert ihr oder komponiert ihr auch selbst?

Möhre: Beides. Unser Programm „Flaschmob“, das wir auch in Dornbirn spielen werden, besteht zu 50 Prozent aus Coverversionen, der Rest sind Eigenkompositionen.

 

Ich habe gelesen, dass ihr euren Flascheninstrumenten auch witzige Namen gebt . . .

Möhre: Wir haben die Namen so gewählt, wie wir die Instrumente empfunden haben. Wasserspender-Basedrum liegt auf der Hand, das ist eine große Trommel aus einer Wasserspenderflasche. Es gibt auch ein Xylophon mit dem Namen Flachmaninov oder unsere Jelzin-Orgel aus kleinen Piccolo-Flöten. Unsere Gitarre nennen wir Fender ­Cokecaster weil sie aus einer ­Colaflasche gemacht ist. Irgendwie mussten wir unsere Flaschen­instrumente auch benennen, weil es diese Instrumente ja noch gar nicht gab.

 

Euer Programm, das ihr im März auch in Vorarlberg präsentiert,  heißt Flaschmob, was erwartet die Zuschauer dabei?

Möhre: „Flaschmob“ ist eine Zusammenfassung von allem, was wir in den letzten zehn Jahren entwickelt haben. Verpackt in komplett neue Songs. Auch die, die uns schon kennen, werden bei diesem Programm Neues entdecken. Es wird Überraschungen und sicher auch Erstaunen geben. Und natürlich viel zu lachen. „Flaschmob“ ist ein  Rundum-Showpaket, bei dem für jeden etwas dabei ist. ea

Zur Person

David „Möhre“ Möhring

Geboren 3. November 1973

Wohnort Grünheide (D)

Familienstand Verheiratet

Lebensmotto Irgendwie geht’s immer

„Glas – Blas – Sing“ sind am 1. März in der Wirtschaft in Dornbirn zu Gast. Karten: www.wirtschaft-dornbirn.at