Harri Stojka feiert sein 50-jähriges Bühnenjubiläum

Wohin / 07.02.2020 • 17:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Meister der Gitarre: Der Wiener Harri Stojka. PRIVAT

Mit seinem Harri Stojka Express spannt der Wiener Gitarrenvirtuose am Spielboden einen musikalischen Bogen von den Anfängen seines Schaffens bis heute. Der Musiker im VN-Interview.

Du machst schon so viele Jahrzehnte Musik, erzählst du uns mal über deine musikalischen Anfänge?

Das waren harte Lehrjahre. Ich habe schon mit 13 Jahren mit professionellen Musikern spielen dürfen, mit meinem Cousin Karl Ratzer sowie dem Peter Wolf. Die haben sehr hohe Anforderungen an mich gestellt. Darum musste ich zweimal so schnell lernen wie andere in meinem Alter. Das war eine sehr harte Schule, aber sie war auch sehr wichtig für mich, weil sie mich gestählt hat.

Wurde dir der Druck damals nie zuviel, sodass du am liebsten alles geschmissen hättest?

Nein, niemals. Die Musik ist für mich wie eine zweite Haut. Den Gedanken, irgendetwas anderes zu tun, gab es gar nie. Musik, das war mein Weg.

An was arbeitest du gerade aktuell?

An meiner neuen CD „A Salute to Jimi Hendrix“. Es wird darauf aber keine 1:1-Kopie seiner Lieder geben, sondern ich interpretiere die Songs auf meine Weise. So, als ob ich sie selber komponiert hätte.

Du bist als Support-Act von vielen großen Musikern aufgetreten – Eric Burdon, Carlos Santana, Zucchero, um nur einige zu nennen. Welcher Star ist dir da am stärksten in Erinnerung geblieben?

Besonders wichtig war mir mein Auftritt vor „Shakti“, weil John McLaughlin einer der Gitarristen ist, der mich stark geprägt hat. Das war schon eine Sensation für mich.

Am liebsten stehst du auf der Bühne, habe ich gelesen. Was ist dir dabei lieber – ein riesiges Festival oder im kleinen Rahmen – so wie demnächst am Spielboden?

Ich liebe Festivals. Rockmusik auf einer Riesenbühne zu spielen ist schon ein eigenes Erlebnis. Man hat jede Menge Platz, kann sich bewegen, der Sound geht voll ins Ohr, da bebt die Erde. Ich glaube, das mag jeder Gitarrist. Anders ist es, wenn ich Gipsy Swing spiele, dann passt das eher in einen kleinen Rahmen.

Du wurdest bereits zum Österreicher des Jahres nominiert, hast das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich bekommen – was bedeuten dir solche Auszeichnungen?

Das Verdienstzeichen macht mich natürlich sehr stolz. Ich liebe mein Heimatland Österreich, ich liebe ganz besonders Wien. Wenn man eine Auszeichnung dafür kriegt, dass man das tut, was man liebt, dann ist das ein ganz besonderes Feeling.

Du feiert heuer dein 50-jähriges Bühnenjubiläum – gratuliere! Was hast du für dieses Jahr geplant?

Das hängt davon ab, wie meine Jimi-Hendrix-CD bei den Leuten ankommt. Wenn die Nachfrage groß ist, werde ich das dieses Jahr pushen. Sollte das nicht der Fall sein, dann spiele ich Programme von den 70ern bis jetzt. Alle Songs, die ich gern spiele.

Welche Ziele möchtest du in deiner Musikkarriere noch erreichen?

Meine Gitarre ist der Schlüssel zu den Herzen der Menschen. Ich kann mit meiner Musik Freude vermitteln, das ist wunderschön und das möchte ich auch künftig machen – am liebsten auf der ganzen Welt.

Harri Stojka Express: 13. Februar Spielboden Dornbirn. Karten: Raiffeisenbanken, Musikladen