Mit Power für die Umwelt

Zett_Be / 27.03.2015 • 15:07 Uhr / 6 Minuten Lesezeit
Schüler der Mittelschule Rieden thematisieren im Tanzunterricht das Thema Umweltverschmutzung. Fotos: Privat
Schüler der Mittelschule Rieden thematisieren im Tanzunterricht das Thema Umweltverschmutzung. Fotos: Privat

Die 3a-Klasse der Mittelschule Bregenz Rieden verbindet Kunst und Umwelt.

Bregenz. Unsere Lehrerin Frau Marzella Rothstein der 3a Mittelschule Rieden engagierte die Choreographin und Tänzerin Monika Mayer-Pavlidis, um im Rahmen von „Community Dance“ mit unserer Klasse, der 3a der Mittelschule Bregenz Rieden, das Thema Umweltverschmutzung, im Besonderen die Verschmutzung durch Plastik, künstlerisch zu bearbeiten.

Müllberg wächst

Gestartet haben wir mit den ersten Proben im Jänner 2015. Wir bearbeiteten das Thema Umweltverschmutzung durch Plastik zusätzlich in den verschiedenen Unterrichtsstunden.

Als Erstes haben unsere Projektinitiatoren Marzella Rothstein und David Graß-Baumann mit uns die Dokumentation „Plastik Planet“ angeschaut. In dem Film haben wir erfahren, wie gefährlich der Plastikmüll ist und dass der Müllberg wächst und immer mehr den Lebensraum von uns Menschen einengt. Plastik wird zwar aus Erdöl hergestellt, doch wird es nicht mehr abgebaut. Da der Müll oft ins Meer geschüttet wird, verwechseln viele Tiere den Müll mit Nahrung und sterben oft unter großen Schmerzen. „Ich habe nicht gewusst, dass man vom Plastikmüll krank werden kann. Ich hoffe, man findet bald eine Alternative, anstatt den Müll in die Meere zu werfen. Vielleicht könnte man die Raumfahrttechnik benützen, dass die unseren Müll in die Sonne werfen, damit er gleich verbrennt“, sagt Imran.

In den Tanzproben, welche einmal pro Woche anstelle des Turnunterrichtes stattfinden, erlernen wir die Choreographie von Monika Mayer-Pavlidis. In den verschiedenen choreographischen Sequenzen wurden wir dann wie echte Tanzkünstler aufgefordert, unseren Gefühlen zu Platzmangel, Bedrängung, Angst, Umweltverschmutzung, Stress, Beschränkung usw. durch Bewegungen Ausdruck zu geben. Unsere gefundenen Bewegungen wurden anschließend in weiteren Proben in die gesamte Choreographie eingebaut. Es gab uns ein gutes Gefühl, weil auch unsere persönlichen Bewegungen nun auf der Bühne zu sehen sein werden. Mit jeder Tanzstunde schafften wir es immer klarer, die Bedrohung durch die Zunahme von Plastikmüll auf unserem Planeten darzustellen.

Fächerübergreifendes Lernen

Marzella Rothstein und David Graß-Baumann zeigen sich seit einigen Jahren als äußerst innovative Lehrpersonen der Mittelschule Rieden. Schon vor drei Jahren organisierten sie mit der damaligen 1a-Klasse ein „Community Dance“-Projekt. Die Schule erhielt dafür finanzielle Förderungen vom „Kulturkontakt Austria“ und dem „Vorarlberger Kulturservice“. Beim letzten Projekt wurde in den Fächern Werken, Geographie und Bildnerischer Erziehung zum Beispiel ein Teil der Kostüme für den bevorstehenden „Community Dance“-Auftritt gemacht und durch Bilder die Dekoration im Foyer unterstützt. Beim aktuellen Projekt wurde vor allem in den Schulfächern Physik und Chemie sowie in Deutsch und Kochen das Thema diskutiert.

Einkaufskörbe

Im Kochunterricht wurde der gesamte Einkauf und die Möglichkeiten, Verpackung einzusparen, diskutiert. In Zukunft werden wir, wenn möglich, Einkaufskörbe anstatt Einkaufstaschen aus Plastik verwenden. Und neu für uns war auch, dass nicht mehr gebrauchte Medikamente unbedingt bei der Apotheke abgegeben werden sollen. Nach dem Kochunterricht entsorgten wir gemeinsam den entstandenen Müll bei der naheliegenden Müllsammelstelle. „Heute verstehe ich, warum wir die Verpackungsmaterialien trennen müssen und in die verschiedenen Container werfen sollen“, sagt Arda. Ozan meint dazu: „Ich glaube, Plastikmüll ist umweltunfreundlich und es wird immer mehr.“

Unser Direktor Elmar Dachsenbichler ist stolz auf uns. „Es stimmt mich zuversichtlich, wenn sich junge Leute Gedanken über den tagtäglichen „Verpackungswahnsinn“ Gedanken machen und mögliche Auswege aufzeigen. Unsere SchülerInnen der 3a haben sich mit ihren Lehrern Marzella Rothstein und David Graß-Baumann diesem Thema angenommen und verarbeiteten es schlussendlich in einer Tanzchoreographie.“

Arda und AndreasMan soll den Müll ordnen und nicht herumschmeißen, denn jeder Müll hat extra einen Container bei der Sammelstelle. Wird der Müll nicht richtig getrennt, dann haben wir einen Saustall. Die Batterien sind besonders giftig und sollten unbedingt im Bauhof abgeben werden.
Arda und Andreas
Man soll den Müll ordnen und nicht herumschmeißen, denn jeder Müll hat extra einen Container bei der Sammelstelle. Wird der Müll nicht richtig getrennt, dann haben wir einen Saustall. Die Batterien sind besonders giftig und sollten unbedingt im Bauhof abgeben werden.
BeyzaMir hat das Tanzen viel Spaß gemacht. Die Gefühle von Enge und Freiheit zu tanzen war am Anfang nicht so leicht. Jetzt geht es ganz gut und bald haben wir eine große Probe mit allen TänzerInnen von „Power of Dance“. Ich habe noch nie in Wirklichkeit ein Orchester spielen gehört.
Beyza
Mir hat das Tanzen viel Spaß gemacht. Die Gefühle von Enge und Freiheit zu tanzen war am Anfang nicht so leicht. Jetzt geht es ganz gut und bald haben wir eine große Probe mit allen TänzerInnen von „Power of Dance“. Ich habe noch nie in Wirklichkeit ein Orchester spielen gehört.
FatmaIch habe z. B. gelernt, dass man den Müll nicht einfach auf die Straße werfen soll, denn dann ist es Umweltverschmutzung. Am Dienstag gehe ich mit ein paar Mädchen immer noch zusätzlich zur Probe in die Ballettschule Monika, das macht mir viel Spaß.
Fatma
Ich habe z. B. gelernt, dass man den Müll nicht einfach auf die Straße werfen soll, denn dann ist es Umweltverschmutzung. Am Dienstag gehe ich mit ein paar Mädchen immer noch zusätzlich zur Probe in die Ballettschule Monika, das macht mir viel Spaß.
HilalIch freue mich auf den Auftritt und bin sehr aufgeregt. Wir haben kein Plastik bei unserem Kostüm und ich bin gespannt, ob die Zuschauer trotzdem unsere Geschichte, die wir tanzen, verstehen werden. Super, dass ich auch in der Ballettschule mit den anderen TänzerInnen tanzen darf
Hilal
Ich freue mich auf den Auftritt und bin sehr aufgeregt. Wir haben kein Plastik bei unserem Kostüm und ich bin gespannt, ob die Zuschauer trotzdem unsere Geschichte, die wir tanzen, verstehen werden. Super, dass ich auch in der Ballettschule mit den anderen TänzerInnen tanzen darf
MilanIch finde es schlimm, dass Plastik so schwer zu entsorgen ist und es darum ganz schlecht für die Umwelt ist. Wenn es schlecht für die Umwelt ist, dann kann es uns auch krank machen. Das ist meine zweite Tanzaufführung, bin gespannt, ob es so wird wie letztes Mal. Aufgeregt bin ich gar nicht.
Milan
Ich finde es schlimm, dass Plastik so schwer zu entsorgen ist und es darum ganz schlecht für die Umwelt ist. Wenn es schlecht für die Umwelt ist, dann kann es uns auch krank machen. Das ist meine zweite Tanzaufführung, bin gespannt, ob es so wird wie letztes Mal. Aufgeregt bin ich gar nicht.

Informationen

Tanzperformance „Power of Dance“

» Termin: 11. April 2015 um 19 Uhr im Festspielhaus Bregenz;

» Tickets: www.laendleTicket.at

» Info: www.ballettschule-monika.at/power-of-dance

» Gesponsert von: Raiffeisenbank Bregenz, Kulturkontakt Austria und Vorarlberger Kulturservice