300 zufriedene Kunden

Zett_Be / 23.10.2015 • 15:42 Uhr / 7 Minuten Lesezeit
Die Dornbirner Firma Josef Mäser GmbH deckt mit Leistungen der Dornbirner Jugendwerkstätten Produktionsspitzen ab. Foto: Michael Fischer
Die Dornbirner Firma Josef Mäser GmbH deckt mit Leistungen der Dornbirner Jugendwerkstätten Produktionsspitzen ab. Foto: Michael Fischer

Dornbirner Jugendwerkstätten sind flexibel, zuverlässig und preiswert.

Dornbirn. Es ist ein ausgezeichnetes Zeugnis, welches die rund 300 Auftraggeber den Dienstleistungen der Dornbirner Jugendwerkstätten (DJW) regelmäßig ausstellen. „Unsere Kunden sind konstant sehr zufrieden und bescheinigen uns, dass die Jugendlichen unter fachkundiger Anleitung die Aufträge gewissenhaft, vertrauensvoll und pünktlich erledigen“, freut sich Elmar Luger, Geschäftsführer der DJW. Die Kunden des Arbeitsprojekts für langzeitarbeitslose Jugendliche des Bezirks Dornbirn sind Firmen, Private oder kommen aus dem öffentlichen Bereich.

Vor allem für Vorarlberger Unternehmen scheint das Leistungsangebot interessant zu sein, wie das Beispiel der in Dornbirn ansässigen und international tätigen Josef Mäser GmbH zeigt. Dort arbeitet unter anderem die 22-jährige Anna-Maria Knafl. Sie hat ein fünfjähriges Kind und bei ihrem Ausbildungsweg und Einstieg ins Berufsleben sehr viel Pech gehabt. Nach drei Jahren Arbeitslosigkeit hofft sie nun bei Mäser auf eine Übernahme als Teilzeitbeschäftigte. „Für mich ist es nichts, keine Arbeit zu haben und nur zu Hause zu sitzen. Deswegen bin ich in die DJW gegangen, weil sie einem helfen, so rasch wie möglich eine Arbeit oder eine Lehrstelle zu finden. Zudem erhalte ich Unterstützung im persönlichen Bereich, werde optimal beraten und kann mich auch einmal ausprobieren“, so Anna-Maria Knafl. Den Weg in die DJW hat sie über das Arbeitsmarktservie (AMS) gefunden. Heute sagt sie: „Ich bin froh, dass es so etwas gibt.“

„Flexibilität“

Auch der für die DJW-Jugendlichen zuständige Abteilungsleiter bei Mäser, Daniel Benzer, sieht die Zusammenarbeit beim Verpacken, Etikettieren von Gläsern und Geschirr nur positiv: „Bei Sonderwünschen unserer Kunden oder Spezialanfertigungen brauchen wir häufig Flexibilität für zusätzliches Personal. Über die DJW ist diese Mitarbeit innerhalb von 24 Stunden organisierbar. Dass Jugendliche dadurch eine Chance bekommen, ins Arbeitsleben zu kommen, ist für uns natürlich auch stark förderungswürdig.“

Die betriebsnahen Aufgaben machen fast ein Drittel der DJW-Aufträge aus. „Dadurch lernen die Jugendlichen sehr viel und vor allem verschiedene handwerkliche Berufe kennen“, so Elmar Luger. Allerdings werden die Jugendlichen erst in einer dritten und der vor Berufseintritt letzten Phase bei externen Firmen eingesetzt. Zuvor durchlaufen sie zwei Phasen innerhalb der Jugendwerkstätten. „Im Innendienst lernen sie zum Beispiel, pünktlich zu sein und regelmäßig zum Dienst anzutreten. Sie arbeiten in unserer Kartonagen-, Metall-, Stoff- oder Holzwerkstatt beziehungsweise im Catering. Danach geht’s in den Außendienst, wo sie erstmals im Kundenkontakt sind“, berichtet DJW-Projektkoordinator Ingo Schrank.

Die Arbeiten der Jugendlichen umfassen neben einfachen Hilfsprozessen wie Reinigung oder Pflege auch Teileherstellung oder Endfertigung, zum Beispiel im metallverarbeitenden Bereich. Einer der großen öffentlichen Kunden ist die Stadt Dornbirn, welche DJW-Jugendliche zum Beispiel fürs Plakatieren, die Pflege des Achdamms und der Parkanlagen oder die Entsorgung einsetzt.

Private Auftraggeber aus ganz Vorarlberg brauchen vorwiegend Unterstützung für Umzüge, Transporte oder Entrümpelungen sowie für Gartenarbeiten, wie etwa beim Schnitt der Hecke, beim Rasenmähen oder beim Ernten von Obst. „Der Vorteil dabei ist, dass wir kurzfristig verfügbar und relativ preisgünstig sind“, so Arbeitsanleiter Michael Fischer.

Gesunde Ernährung

Darüber hinaus arbeiten DJW-Jugendliche auch bei spannenden internen Projekten mit. So ist dieses Jahr ein Garten entstanden, „damit die Jugendlichen, die nicht von hier sind, auch sehen, was bei uns wächst. Zudem erkennen sie, dass man nicht alles im Geschäft kaufen muss, sondern es auch selbst anbauen kann“, sagt DJW-Arbeitsanleiterin Hannelore Kofler.

Die Produkte aus dem Garten tragen auch etwas zur saisonalen, regionalen und gesunden Ernährung zum Beispiel beim DJW-Mittagstisch bei, der für die Mitarbeitenden regelmäßig angeboten wird.

Angelika23, LustenauIch arbeite hier im Innen- und im Außendienst sehr gerne, vor allem, weil ich verantwortungsvolle Aufgaben übertragen bekomme. Man kann mit den Vorarbeitern sehr gut reden. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass ich mit Unterstützung der DJW einen Job bekomme.
Angelika

23, Lustenau

Ich arbeite hier im Innen- und im Außendienst sehr gerne, vor allem, weil ich verantwortungsvolle Aufgaben übertragen bekomme. Man kann mit den Vorarbeitern sehr gut reden. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass ich mit Unterstützung der DJW einen Job bekomme.

Anna-Maria22, DornbirnIch bin zum zweiten Mal in den Dornbirner Jugendwerkstätten. Die Arbeitszeiten sind flexibel, was ich mit meinem fünfjährigen Kind gut vereinbaren kann. Ich habe schon in verschiedenen Abteilungen gearbeitet und finde es toll, dass es dadurch abwechslungsreich ist.
Anna-Maria

22, Dornbirn

Ich bin zum zweiten Mal in den Dornbirner Jugendwerkstätten. Die Arbeitszeiten sind flexibel, was ich mit meinem fünfjährigen Kind gut vereinbaren kann. Ich habe schon in verschiedenen Abteilungen gearbeitet und finde es toll, dass es dadurch abwechslungsreich ist.

Dejan17, LustenauIch bin zum zweiten Mal und diesmal seit drei Monaten in den DJW. Der Außendienst, vor allem das Heckenschneiden, macht mir viel Freude. Schön finde ich auch, dass man dabei mit den Vorarbeitern Spaß haben kann. Später möchte ich einmal selbstständig werden.
Dejan

17, Lustenau

Ich bin zum zweiten Mal und diesmal seit drei Monaten in den DJW. Der Außendienst, vor allem das Heckenschneiden, macht mir viel Freude. Schön finde ich auch, dass man dabei mit den Vorarbeitern Spaß haben kann. Später möchte ich einmal selbstständig werden.

Meryem21, DornbirnMir gefällt es, dass ich mit verschiedenen Nationalitäten zusammenarbeiten und neue Freundschaften schließen kann. Es bauen sich Vorurteile ab, und jeder kann sich selbst ein Bild machen. Meine Tätigkeit bringt mich meinem Ziel näher, einmal in der Produktion zu arbeiten.
Meryem

21, Dornbirn

Mir gefällt es, dass ich mit verschiedenen Nationalitäten zusammenarbeiten und neue Freundschaften schließen kann. Es bauen sich Vorurteile ab, und jeder kann sich selbst ein Bild machen. Meine Tätigkeit bringt mich meinem Ziel näher, einmal in der Produktion zu arbeiten.

Informationen

Dornbirner Jugendwerkstätten – Österreichweite Auszeichnung als Ökoprofitbetrieb und Gütesiegel für „Betriebliche Gesundheitsförderung“ und „Soziale Unternehmen“

6850 Dornbirn, Bildgasse 18, Tel. 05572 51351; Fax 05572 51351 4

E-Mail: office.djw@aon.at, http://dornbirn.at/djw

Vorstand und Geschäftsführung: Dr. Gerald Mathis, Dr. Karoline Rümmele, DI Fritz Studer, Elmar Luger MSc

Fördergeber und Partner: AMS Vorarlberg, AMS Dornbirn, Land Vorarlberg, Stadt Dornbirn, Wirtschaftsbetriebe, öffentliche Institutionen, private Haushalte

Redaktionsteam: Gülcan Altintas, Marina Andjelkovic, Michael Fischer, Kheda Ismailova, Anna-Maria Knafl, Alban Pacolli, Meryem Sönmez

Einen herzlichen Dank für die ehrenamtlich redaktionelle Begleitung in einem Medien-Workshop durch MMag. Dr. Peter Vogler, image3 Kommunikationsdienstleistungs GmbH (www.image3.at)